Auf zu den Koala-Bären: Hilfseinsatz in „Down Under“. Nach Buschbränden reisen die Hornerin Marianne Liebhart und ihre Schweizer Freundin Julia Kotterba nach Australien, um in Koala-Ressort zu arbeiten.

Von Karin Pollak. Erstellt am 26. Februar 2020 (04:34)
links: Die Hornerin Marianne Liebhart und ihre Freundin Julia Kotterba werden sich in Brisbane einen Monat lang um Koala-Bären kümmern.  rechts: Mit dem Verkauf von gefilzten Tieren – auch Koalabären – erzielte Julia Kotterba 1.500 Euro, die nun Koalas zugutekommen sollen.
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Koalas helfen und pflegen, das sind die erklärten Ziele der Hornerin Marianne Liebhart (36) und ihrer Schweizer Freundin Julia Kotterba (42). Ende Februar reisen sie dazu nach Australien und bleiben einen Monat lang dort.

„Wir haben die Bilder von den Buschbränden in Australien gesehen und wollten unbedingt etwas tun“, betont die Neuroth-Hörakustikerin Liebhart, die freiberuflich in Horn auch als Heilmasseurin arbeitet. Ihre Freundin Julia, die aus Berlin stammt und die Liebhart vor Jahren in der Schweiz kennengelernt hat, rief sofort eine Spendenaktion für die Koalas ins Leben. „Sie arbeitet als Masseurin in einem Hotel in Interlaken und hat daneben einen Onlineshop für ihre selbstproduzierten Filztiere“, erzählt die Hornerin.

Den Erlös der verkauften filzigen Koalas stellte die Schweizerin dafür zur Verfügung. Spenden sammelte auch Liebhart. „Wir beide werden die Spende persönlich dem Koala-Hospital in Brisbane übergeben. Darauf freuen wir uns schon sehr. An die 1.500 Euro stammen von Julia. Wie hoch meine Spende sein wird, steht noch nicht fest. Ich bekomme noch eine Spende von meinem Arbeitgeber“, freut sich die engagierte Hornerin.

„Wir haben die Bilder von den Buschbränden in Australien gesehen und wollten unbedingt etwas tun.“Manuela Liebhart über ihre Motivation

Doch nicht nur zur Spendenübergabe fliegen die beiden Frauen am 27. Februar nach Brisbane. Sie werden einen Monat als Volontäre im 18 Hektar großen Koala Sanctuary in Brisbane arbeiten.

„In dem ältesten und größten Koala-Heiligtum der Welt werden wir die Tiere betreuen, den Wärtern helfen und auch Touristen informieren“, weiß Liebhart. Dafür gibt es keine Entschädigung, im Gegenteil: Die beiden Frauen müssen sich den Flug und Aufenthalt bei einer Gastfamilie selber zahlen, ebenso die Gebühren für die Agentur, die die Volontär-Jobs und Gastfamilien vermittelt.

Corona-Virus fast als Stolperstein für Reise

Die Vorfreude auf den einmonatigen Aufenthalt in Australien ist bei den beiden Frauen groß, die schon bei der Flugbuchung vor Wochen richtig entschieden haben: „Der Corona-Virus hätte uns fast einen Strich durch unsere Pläne gemacht. Aber wir fliegen nicht über Hongkong, sondern über Dubai“, so Liebhart, die auch schon ihr Visum organisiert, die internationale Fahrerlaubnis beantragt hat und die erforderlichen Impfungen über sich ergehen ließ.

„Wir wollen einfach ein Vorbild sein. Gerade in der Zeit, in der das Ellenbogenprinzip im Vordergrund steht, wollen wir der Welt etwas zurückgeben“, sind sich die Freundinnen einig, die für dieses Unternehmen außerdem auch noch viele Urlaubstage opfern.