Waldviertel: Bussystem wird ausgebaut. An den beiden Hauptachsen des Waldviertels sollen kürzere Taktung, bessere Anbindungen und modern ausgestattete Busse Komfort für Fahrgäste erhöhen.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 11. Januar 2019 (06:16)
MK
Landesrat Ludwig Schleritzko kündigt den Ausbau des Bussystems im Waldviertel an.

Eine Verbesserung des Bussystems im Westen Niederösterreichs kündigte Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) für das Jahr 2019 an. Das Land Niederösterreich wolle nicht nur moderner ausgestattete Busse zum Einsatz bringen, sondern auch Haltestellen modernisieren und die Barrierefreiheit verbessern.

Auf Hauptachsen wochentags ein Ein-Stunden-Takt

Im Waldviertel sollen zu den bisher bestehenden knapp 7 Mio. Buskilometern pro Jahr 750.000 weitere dazu kommen, sagt Schleritzko. Das entspreche einer Kilometer-Ausweitung von 11 Prozent. Auch wenn es derzeit noch keine Informationen zu Details wie Kosten und Zeitpunkt des Inkrafttretens gebe, könne man schon sagen, dass auf den Hauptachsen Gmünd-Zwettl-Krems (früher WAV 1) und Waidhofen-Göpfritz-Horn (früher WAV 2) wochentags ein Ein-Stunden-Takt und an den Wochenenden ein Zwei-Stunden-Takt eingeführt werden soll.

Außerdem sollen laut Schleritzko die Anbindungen der Regionalbusse an die Bahnlinien der Kamptalbahn und Franz-Josefs-Bahn verbessert werden. Wichtige Waldviertler Schulstandorte wie Zwettl, Horn oder die HTL in Karlstein sollen bessere Verbindungen erhalten. Die Anbindungen sollen auch besser an die jeweiligen Schulzeiten abgestimmt werden. Geplant ist auch ein grenzüberschreitender Verkehr nach Nová Bystřice in den Sommermonaten.

Auch Haltestellen sollen vereinheitlicht werden

Derzeit läuft über den VOR (Verkehrsverbund Ost-Region) die Ausschreibung, bei der laut Schleritzko auch auf Sozial- und Qualitätskriterien geachtet werde. Bei der Ausstattung der Busse will Schleritzko künftig auf „umweltfreundliche Modelle“ (mindestens Euro VI-Abgasnorm) setzen. Die Busse sollen nicht nur barrierefrei zugänglich sein, sondern auch mit Bildschirmen für Fahrgastinformationen, einem Mehrzweckabteil, WLAN, Informationsfolder und Plakaten ausgestattet sein und ein einheitliches Design zur besseren Erkennbarkeit aufweisen.

Verbessert werden soll auch die Ausstattung der Haltestellen, die mit neuen Haltestellenzeichen und -stangen sowie Haltestellenkästen in einheitlichem Design aufwarten werden.