Keine Live-Bilder aus dem Garser Rathaus. Antrag auf Liveübertragung der Gemeinderatssitzungen nicht zugelassen, sondern vertagt.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 01. Juli 2020 (04:12)
Vizebürgermeisterin Paula Uitz, Bürgermeister Martin Falk (von links) und die Fraktionsführer Josef Wiesinger (SPÖ) und Herbert Bauer (Bürgerliste, von rechts) bedankten sich bei ihrem Kollegen, FPÖ-Chef, Altersvorsitzender und Prüfungsausschuss-Obmann Helmut Gröschel für die Einladung anlässlich seines bevorstehenden 74. Geburtstags.
Rupert Kornell

Nach einer Trauerminute für den am Tag der Gemeinderatssitzung verstorbenen Ehrenringträger Josef Höchtl und drei „Dringlichen“ ließ SPÖ-Mandatar Josef Wiesinger mit einem Antrag aufhorchen, dass künftig Gemeinderatssitzungen live auf der Garser Homepage übertragen werden sollen.

Seine Begründung: „Die Bevölkerung kann so die Sitzung mitverfolgen und man kann nachvollziehen, wer was gesagt hat. Das Bild ist dabei nicht so wichtig, der Ton ist entscheidend.“ Auf Nachfrage von Bürgermeister Martin Falk konnte er allerdings keine Kosten dafür nennen, auch nicht, ob dies in anderen Gemeinden praktiziert werde. „Der Antrag kann“, replizierte Falk, „aus formalen Gründen jetzt nicht gestellt werden, aber das Thema wird bei der nächsten Sitzung behandelt.“

Die Dringlichkeitsanträge fanden aber alle einstimmig die Aufnahme in die Tagesordnung. Da ging es um die Sanierung Webergasse und Alter Mühlweg (Straßenbaureferent Alfred Gundinger: „Das ist in beiden Fällen sehr notwendig und soll ab Mitte Juli passieren.“) mit Kosten von rund 104.000 Euro (beauftragt wurde die Firma Porr), um Erd- und Baumeisterarbeiten für die Rekultivierung des Kamps im Bereich der Firma KSG (vormals Häusermann) und Buchberg (Falk: „Wir haben uns schon fünf Jahre mit diesem Thema befasst, jetzt kommt es zum Abschluss. Fauna und Flora werden sich freuen.“) und um neue Angebote für das Erlebnisbad mit der Ausgabe von 10er-Blocks Halbtageskarten für Kinder und auch an Vormittagen (bis 13 Uhr) für Erwachsene – einmütige Zustimmung.

Ratten in manchen Regionen ein Problem

In einem weiteren Punkt wurde die Vollziehung der Rattenbekämpfung an den Gemeindeverband Horn für Abfallwirtschaft und Abgaben ab 1. Jänner 2021 beschlossen. „Der Verband“, so Falk, „soll ja mit weiteren Aufgaben betraut werden, er soll künftig die Rattenbekämpfung und die Einhebung der Gebühren übernehmen.“ Des Weiteren gab Falk zu, dass es seit einiger Zeit „Problemzonen“ was die Rattenplage betrifft gebe und versprach: „Wir werden dem über die Kläranlage nachgehen und die Bekämpfung nicht flächendeckend, sondern punktuell vornehmen.“ Selbstverständlich stehe es den Gemeindebürgern frei, dies auch in Eigenverantwortung zu tun, entsprechende Mittel sind bei der Gemeinde erhältlich.

Die Zustimmung aller Anwesenden fand auch der Beschluss für die Wiederaufnahme der Dorferneuerung in Zitternberg, für das von den Verantwortlichen ein umfassendes Konzept, das vom Dorferneuerungshaus über die Renaturierung freier Flächen bis zur Demenzberatung reicht, erstellt wurde. Die Kosten dafür betragen jährlich 4.490 Euro, vom Land gibt es für das Vorhaben einen Gutschein über 3.000 Euro pro Jahr.

Besonderes Angebot für Friedhofsbenutzer

Ein besonderes Service soll es, so der zuständige Referent, SPÖ-Gemeinderat Josef Wiesinger, geben: Auf die Dauer von 15 Monaten kann – bis zur Errichtung einer Steineinfassung bzw. eines Grabsteins – um 50 Euro ein Holzkreuz aufgestellt werden, um 100 Euro eine Holzeinfassung: „Ein Angebot, das man annehmen kann, aber nicht muss.“ Das gilt auch für die Entsorgung der Kränze zu einem Pauschalbetrag von 30 Euro.