Horn

Erstellt am 18. Januar 2017, 04:04

von Martin Kalchhauser

„Haus Helina“: Mehr Zusammenhalt gefordert!. Neues Führungsduo will für klare Strukturen im „Haus Helina“ sorgen. Mitsprache der Bewohner in Hausversammlungen.

Die beiden neuen Leiter des Hauses Helina, Harold Naaijer (links) und Fayad Mulla-Khalil, mit der Horner Mitarbeiterin Simona Wentseis, die seit Dezember als Teamleiterin der Betreuer fungiert.  |  NOEN

Die beiden neuen Leiter des „Hauses Helina“ der Caritas in Horn, Harold Naaijer und Fayad Mulla-Khalil, gehen optimistisch ans Werk. Obwohl das Haus, wie nun bekannt wurde, ein „Ablaufdatum“ hat, wollen sie sich für die aktuell 90 Bewohner (davon 40 Kinder) und ihre zehn Betreuer einbringen.

Naaijer, der auch zwei Häuser mit insgesamt 320 Menschen in Wien leitet, und sein Kollege Mulla-Khalil – er ist ebenfalls für zwei Häuser in Wien und 335 Personen zuständig – haben sich die Aufgaben geteilt. Ersterer ist für Personelles und Betreuungsfragen zuständig, Letzterer für finanzielle Fragen.

In den ersten Wochen ihrer Tätigkeit in Horn haben die beiden viel Zeit ins Kennenlernen verschiedener Personen investiert. In Kontakt sei man sowohl mit Bürgermeister Jürgen Maier und Bezirkspolizeichef Günther Brinnich, aber auch mit dem Verein „Willkommen Mensch! in Horn“ gewesen.

Neue Chefs fordern von Bewohnern Disziplin ein

„Wichtig ist uns die Partizipation der Bewohner“, betont Naaijer. In Hausversammlungen soll es laufend Infos geben, sie sind aber eine Plattform, um Ideen, Wünsche und Anregungen der Betroffenen zu transportieren. „Für Wahlen einer Vertretung ist das Haus zu klein.“

Ziel aller Maßnahmen sei, den Zusammenhalt im Haus zu stärken. Klare Worte findet er zur Disziplin: „Wir tun viel für die Menschen, erwarten aber auch, dass sie sich an die Regeln halten.“ Und fügt hinzu: „Eine Vertuschung von Vorfällen wird es bei uns sicher nicht geben!“

Positive Signale gibt es seitens der Ehrenamtlichen des Vereins „Willkommen Mensch“, die bekanntlich mit dem Vorgänger des neuen Duos Probleme hatten. „Nach einer Zeit der gegenseitigen Irritationen haben wir mit der neuen Leitung des Hauses Helina eine sehr gut beginnende Zusammenarbeit“, betont Dieter Schewig. Der Verein werde sich verstärkt auf die privat untergekommenen Flüchtlinge konzentrieren. „Aktionen unseres Vereins wie Begegnungscafés, Deutschkurse, Impfprojekt, Fußballspiele und Kulturveranstaltungen sind natürlich für alle offen!“