Altenburgs neue Gemeinderäte „sind alle sehr engagiert“. Schreiner nimmt VP-Mandat nicht an. Ihm folgt ein „Vorzugsstimmen-Sieger“. Wer zieht noch ein?

Von Karin Widhalm. Erstellt am 14. Februar 2020 (05:11)

Markus Reichenvater hat nach der geschlagenen Gemeinderatswahl schon angedeutet, dass nicht alle Kandidaten wie auf der Liste vorgesehen in den Gemeinderat einziehen. Die ÖVP nahm eine Umreihung vor, wie der von den Wählern bestätigte Bürgermeister bekannt gibt. „Auf Wunsch desjenigen“, erklärt er. Martin Schreiner zieht zurück, statt ihm wird Michael Wimmer aus Burgerwiesen das Mandat übernehmen. „Er war der Vorzugsstimmen-Sieger.“

Dem 35-Jährigen liegt die Gemeinde am Herzen: „Wir sind zugezogen und ich bin prinzipiell ein Mensch, der sagt: Wo man ist, hilft man mit.“ Er ist im Kindergarten und Schule engagiert, der Gemeinderat sei daher naheliegend gewesen. Das seien jene Bereiche, die ihn lokalpolitisch interessieren, zudem das Vereinswesen. Wimmer ist Teil der Musikkapelle. „Er hat gute Netzwerke“, ergänzt Reichenvater.

„Wir sind zugezogen und ich bin prinzipiell ein Mensch, der sagt: Wo man ist, hilft man mit.“Michael Wimmer, Neo-Gemeinderat aus Burgerwiesen

Zwei Gemeinderäte legten mit der Wahl ihre Funktion zurück: der (noch amtierende) Vizebürgermeister Günther Denninger und Josef Rieppel, der FF-Kommandant in Fuglau ist. Stefan Urbitsch folgt zum einen nach.

„Mir ist die Jugend der Gemeinde wichtig, überhaupt möchte ich mitreden können“, ist dem 24-Jährigen aus Altenburg die Mitgestaltung wichtig. Er will Ansprechpartner für die jüngeren Gemeindebürger sein. Dominik Angelmayr will als Stellvertreter der Landjugend-Leitung (wie Urbitsch) „Bindeglied zwischen Gemeinde und Jugend sein“, sagt der ebenfalls 24-Jährige.

„Mischung aus Damen, Jungen und Erfahrenen“

„Ich finde es extrem wichtig, dass Junge im Gemeinderat vertreten sind.“ Er verstehe sich gut mit den anderen Gemeinderäten und dem Bürgermeister. „Ich habe die Möglichkeit gesehen und das angenommen.“ Der Josephinum-Absolvent und Student will sich für die Stärkung des ländlichen Raumes, die Landwirtschaft und den öffentlichen Verkehr in der Region einsetzen. Er soll zum Jugendgemeinderat ernannt werden, sein Vorgänger Dominik Trappl rückt in den Gemeindevorstand auf.

„Alle drei sind sehr engagiert und topmotiviert“, freut sich Reichenvater vor der konstituierenden Sitzung am 19. Februar (19 Uhr). „Wir haben uns verjüngt, frauenmäßig sind wir gleich geblieben; sonst haben wir eine gute Mischung aus Damen, Jugend und den Erfahrenen.“

Einer fehlt noch: Bernhard Willinger ist mit 22 Jahren der jüngste Gemeinderat und kommt aus der SPÖ-Riege, die ein Mandat dazugewonnen hat: „Er ist ein junger, dynamischer, zugänglicher Mann“, beschreibt SPÖ-Chef Wolfgang Haselsteiner. „Hauptentscheidend war für mich, dass er Vorzugsstimmen bekommen hat und von der Reihung her die logische Nachfolge ist.“ Walter Willinger hätte (wie berichtet) auch das Mandat übernehmen können.

Bernhard Willinger zeigt sich motiviert: „Mir ist von sehr vielen Seiten gut zugeredet worden“, erklärt er, wie es zu seinem lokalpolitischen Einstieg gekommen ist. Er wolle gern etwas zurückgeben, auch „weil teilweise das Interesse in der heutigen Jugendzeit nicht gegeben ist“, sagt der 22-Jährige, „ich will nicht, dass das ausstirbt und von jeder Partei jemand vertreten ist. Ich möchte etwas junges Blut reinbringen, weil mich das schon immer interessiert hat“. Willinger möchte sich im Besondern für die Pflege der Vereinskultur und „generell für das Ortsbild“ einsetzen.