W4 und eine Brücke sind "vorbildliche Bauten". Die beiden Architekturprojekte im Bezirk Horn erhielten neben fünf weiteren Preisträgern den ältesten Baupreis Niederösterreichs.

Von Red. Horn. Erstellt am 13. Dezember 2019 (15:43)

Zwei "Vorbildliche Bauten" hat der Bezirk Horn vorzuweisen: Diesen Titel dürfen und der Veranstaltungssaal "W4" in Röschitz und der Fußgängersteg in Rosenburg neben fünf anderen Preisträgern tragen. Der älteste Baupreis Niederösterreichs wird seit 1995 zur positiven Weiterentwicklung der Architekturlandschaft verliehen. Landesrat Martin Eichtinger übergab am Dienstag (10. Dezember) die Anerkennungsurkunden in St. Pölten.

Was bedeutet es, vorbildlich zu bauen? "Neben gestalterischen und baulich konstruktiven Kriterien wird bei den Projekten auch der schonende Umgang mit Landschaft und Ressourcen bewertet", erklärt Eichtinger. "Zudem ist klimagerechtes Bauen ein wichtiges Thema geworden. Die Bauprojekte, die heute ausgezeichnet werden, übernehmen dahingehend, heute mehr denn je, eine wichtige Vorbildfunktion in unserer Gesellschaft.“ Ein siebenköpfige Jury traf die Entscheidung.

Sie prüften 55 Einreichungen: von Veranstaltungshäusern über Wohnbauten bis hin zu Gewerbeobjekten. „Wir möchten mit der Auslobung dieses Preises den Stellenwert niederösterreichischer Baukultur weiter stärken und einer breiten Öffentlichkeit vermitteln“, erklärt Landesbaudirektor Walter Steinacker, der sich für die Organisation und Abwicklung verantwortlich zeigte. 

Was die Projekte auszeichnet

"W4" ist ein Veranstaltungssaal mit Gebietsvinothek und Restaurant, geplant von Architekt Zieser ZT GmbH aus Wien. Auftraggeber war die Marktgemeinde Röschitz. Das Gebäude gibt den Blick dank Panoramafenster auf den Weinbauort und die Weingärten frei, mobile Trennwände lassen Räume größer oder kleiner werden. Konzerte werden dort genauso abgehalten wie Treffen und andere Veranstaltungen.

Die Fußgängerbrücke verbindet in Rosenburg zwei private Grundstücksteile einer privaten Liegenschaft, die zuvor vom schmalen Fluss "Taffa" getrennt waren. Die Stahlkonstruktion planten "4JUU architekten" aus Horn. Bauherr war Thomas Kronsteiner. Durchdacht ist die Tragswerksplanung, die dem inneren Kräfteverlauf folgend Material nur dort verdichtet ansetzt, wo es statisch notwendig ist. 

Die weiteren Preisträger sind:

  • Wohnheim "IST Austria" in Maria Gugging. Planer: Maurer & Partner ZT GmbH aus Hollabrunn
  • Logistikzentrum, Büro und Shop für "Pro-Ject Audio Tuning" in Wilfersdorf. Planer: Burghardt ZT GmbH und EcoProjekt GmbH, Wien 
  • NÖ Landeskindergarten in Ramsau: Planer: Baukooperative GmbH, Laaben 
  • "Parkland Houses" in Langenzersdorf. Planer: BKK-3 Architektur ZT GmbH, Wien 
  • Betriebsrestaurant "Franz" in Thomasberg. Planer: Kaltenbacher Architektur ZT GmbH, Scheiblingkirchen