Horn , Zwettl , Heidenreichstein

Erstellt am 19. Januar 2017, 11:28

von Martin Kalchhauser

Autodiebstahl war ein „Gschicht’l“. Polizei ermittelte nach Crash in Horn erst wegen Fahrerflucht, dann kam man 20-Jährigem auf die Schliche. Zwettler hatte Auto als gestohlen gemeldet, Mann aus Heidenreichstein (Bezirk Gmünd) nutzte das aus ...

Symbolbild  |  APA

Nach einem Fahrerflüchtigen suchte die Polizei nach einem nächtlichen Vorfall am 15. Jänner in Horn. Doch die Ermittlungen nahmen eine unerwartete Wendung …

Suche nach unbekanntem Dieb

Wie berichtet, hatte ein 22-jähriger Zwettler angegeben, dass ihm am 15. Jänner gegen 1.30 Uhr sein Pkw am Parkplatz der Diskothek „Brooklyn“ in Horn gestohlen worden war. Das Fahrzeug wurde später beim Kreisverkehr auf Höhe des ÖAMTC-Stützpunktes in der Prager Straße gefunden.

Eine erste Vermutung galt einem unbekannten Dieb, der auf der Fahrt im Stadtgebiet die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte.

Audi hatte nur mehr Schrottwert

Die Ermittlungen galten der Suche nach dem Fahrer des alten Audi im Wert von nur rund 2.000 Euro. Nach dem „Ausritt“ hatte das Fahrzeug nur mehr Schrottwert. Unter anderem war beim Unfall ein Rad abgebrochen.

Doch die Nachforschungen der Polizei fanden bald eine überraschende Wendung. Wie die Beamten herausfinden konnten, war die Geschichte ganz anders gelaufen als bis dahin vermutet.

„Gschicht’l“ flog schon bald auf

Ein 20-jähriger aus Heidenreichstein hatte sich nämlich die Fahrzeugschlüssel des Besitzers in der Disco ausgeborgt und wollte damit zum Bankomat im EKZ Horn fahren. Dabei kam er von der Fahrbahn ab und fuhr das Auto zu Schrott.

Zu Fuß ging der Heidenreichsteiner danach den knappen Kilometer zum Lokal zurück und teilte dem Zwettler mit, dass er das Auto nicht am wie erhofft am Parkplatz gefunden hatte. „Vermutlich ist es gestohlen worden!“ erzählte er dem Besitzer.

Widersprüche bei Einvernahme

Dass der Unfalllenker in weiterer Folge mitteilte, dass er „gehört“ habe, dass ein Auto wie das des Disco-Besuchers beschädigt unweit des Kreisverkehrs stehe, machte ihn später verdächtig. Gemeinsam hatten sich die beiden Männer nämlich zum Unfallort fahren lassen und danach bei der Polizei Anzeige erstattet.

Bei den Einvernahmen verstrickte sich der Beschuldigte in Widersprüche und gestand schließlich, wegen seines Unfalles den Diebstahl des Autos vorgetäuscht zu haben.

20-Jähriger ist Fall für Staatsanwalt

Gegen den Heidenreichsteiner wurde Anzeige wegen „Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung“ erstattet. Der Staatsanwalt muss sein Vergehen prüfen …