Corona: Das Heer hilft und ein Überblick über die Lage

Unteroffiziere unterstützen BH beim Contact Tracing. Lage in Spitälern verschärft. Stephansheim-Situation hat sich beruhigt.

Erstellt am 30. November 2021 | 10:58
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In Horn stehen Manfred Scheidl und Jürgen Deringer im Einsatz.
Foto: Bundesheer/AAB4

Die steigenden Corona- Fallzahlen treiben die Bezirksverwaltungsbehörden im Bereich des Contact-Tracings neuerlich an ihre Grenzen. Als Notmaßnahme wurden Soldaten des Aufklärungs- und Artilleriebataillons 4 aus den Garnisonen Allentsteig und Horn zur Unterstützung abkommandiert. Je zwei Unteroffiziere unterstützen seit 15. November die Bezirkshauptmannschaften in Horn und Waidhofen.

Die Zahlen aus den Spitälern in Waldviertel gehen noch immer rasant rauf. Per 28. November waren in Gmünd, Horn, Waidhofen und Zwettl insgesamt 79 Covid-Betten belegt, wieder um ein Drittel mehr als am Sonntag davor. Auch die Zahl der Intensivpatienten kletterte um ein Drittel auf 13 nach oben, wobei das Gmünder Spital in beiden Bilanzen Viertels-Spitzenreiter ist.

Die Sieben-Tages-Inzidenz ist in Horn im Vergleich zum Montag der vorigen Woche gesunken: 632 war der Wert pro 100.000 Einwohner, am 29. November lag dieser bei 555. Die Lage im Stephansheim hat sich zuletzt auch entspannt. Die „Haus der Barmherzigkeit“-Pflegeeinrichtung war von einem Corona-Cluster betroffen., aber keine weitere Person hat sich seit vorigem Mittwoch neuinfiziert.

„Wir sind sehr froh, dass wir die weitere Ausbreitung verhindern konnten. Dennoch bleiben wir weiterhin sehr aufmerksam und achten auf die strenge Einhaltung aller Präventionsmaßnahmen“, betont Sprecher Robert Schafleitner. Nur noch vier (von 17) Bewohnern müssen aufgrund einer aktiven Corona-Infektion in Quarantäne bleiben. Alle anderen wiesen mittlerweile negative PCR-Testergebnisse auf.

Die Quarantäne in den betroffenen vier Hausgemeinschaften bleibt als Vorsichtsmaßnahme am Montag (29. November) noch aufrecht, ab morgen werden mit der Aufhebung der Absonderungsbescheide Besuche schrittweise wieder ermöglicht. Eine Hausgemeinschaft bleibt noch isoliert. Zusätzlich waren 17 Mitarbeiter erkrankt, wobei sieben von ihnen bereits genesen sind.

Weiterhin befinden sich zwei Bewohner, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, in Spitalsbehandlung.