Grüne wollen Torpedo für Franz-Josefs-Bahn. Grüne: „Geduld am Ende!“ Umsetzung der Pläne für FJB gefordert. Fraktion bringt „Bürgerantrag“ ein.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 22. Februar 2017 (03:40)
Martin Kalchhauser
„Genug herumgeredet!“ Die Grünen – im Bild Ewald Gärber (Zwettl), Ferry Kammerer (Schrems), Verkehrssprecherin Amrita Enzinger, Klubchefin Helga Krismer, Walter Kogler (Horn), Martin Litschauer (Waidhofen) und Manfred Stattler (Heidenreichstein, von links) verlangen für die Franz-Josefs-Bahn: „Ausbau – jetzt!“

„Es ist Zeit, die Bahn aus Kaisers Zeiten in eine moderne Zukunft zu torpedieren!“ So formulierten die Klubobfrau der Grünen im Landtag, Helga Krismer, und ihre Verkehrssprecherin Amrita Enzinger die Forderung, die Pläne für den Ausbau der Franz-Josefs-Bahn endlich umzusetzen.

Man sei mit der Geduld am Ende, der politische Wille zur Umsetzung der 2016 präsentierten Maßnahmen fehle. Im Forderungspaket: „Schrittweise, aber in flottem Tempo“ (Krismer) müssten ein zweigleisiger Ausbau zwischen Absdorf und Gmünd, ein Stundentakt, gute Anbindungen (Buslinien) und zusätzliche Nachtzüge kommen. Die direkte Anbindung Horns an die Linie ist ebenfalls Ziel.

„Schienengebundener öffentlicher Verkehr“ sei das Rückgrat der Infrastruktur. Gemeinsam mit Verbesserungen wie attraktiveren Bahnhöfen, besserem Wagenmaterial, kürzeren Fahrzeiten und günstigen Preisen (Stichwort: 365-Euro-Jahresticket für NÖ) könnte die FJB laut Enzinger aufgewertet werden.

Die Grünen suchen den Schulterschluss mit ÖVP (Landesrat Karl Wilfing) und SPÖ (Minister Jörg Leichtfried) und wollen am 23. 2. einen Bürgerantrag (Voting: noe.gruene.at) im Landtag einbringen. „Da kann auch die ÖVP zeigen, wie sie zu den eigenen Plänen für diese Bahnlinie steht“, meint Krismer. „Es gibt keine Alternative. Das kleinkrämerische ,Was kostet das?‘ habe ich satt.“