Einbrechertrio wandert für Jahre hinter Gitter. Während die Bewohner seelenruhig schliefen, durchsuchten rumänische Eindringlinge deren Wohnungsräume nach Wertsachen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 02. Februar 2021 (09:09)
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Für drei Rumänen kam, wie sie vor Gericht eingestanden, redliche Arbeit nicht in Frage: Sie zogen es vor, ab dem Sommer 2020 mit Einbrüchen oder Einschleichdiebstählen in Wohnstätten ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Vorstrafen und die Aussicht, bei weiteren Vergehen Gefängnisluft schnuppern zu müssen, schreckten sie vor weiteren Straftaten nicht ab. Auch die Anwesenheit der Hausbewohner hielt sie nicht davon ab, gewaltsam, meist über Fenster oder Türen, einzudringen und dann die Räumlichkeiten nach Geld und Wertgegenständen zu durchsuchen. Kaltblütig durchstöberten sie auch die Schlafzimmer, während die Opfer seelenruhig im Bett schlummerten.

Das rumänische Trio (33-, 42- und 49-jährig) brachte es in wenigen Monaten auf 29 Straftaten mit einem Beutewert von 75.000 Euro (der Sachschaden belief sich auf rund 15.000 ). In Oberösterreich und in Niederösterreich begingen die Rumänen Einbrüche: Mehrfach schlugen sie im Bezirk Melk (in Zelking, Kollnitz, Münichreith am Ostrong, St. Leonhard am Forst, Loosdorf), und in Ybbs, Zehethof und Erla zu. Auch Einbrüche im Waldviertel, in Eulenbach im Bezirk Waidhofen, und in Messern im Bezirk Horn, gehen auf ihr Konto.

Für den Fahrer (42), der eine untergeordnete Rolle gespielt hat, setzte es eine dreijährige Gefängnisstrafe. Die beiden Hauptakteure, die einschlägige Vorstrafen in Luxemburg, Dänemark und Großbritannien aufwiesen, wurden zu fünf und sechseinhalb Jahren hinter Gittern verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.