Neuer Chef am Tüpl. Neo-Waldviertler Konstantin Lütgendorf will Einrichtung zu modernem Gefechtsübungszentrum weiterentwickeln.

Von René Denk. Erstellt am 03. Februar 2018 (05:46)
René Denk
Die Fahne des Truppenübungsplatzes wurde symbolisch von Landesmilitärkommandant Martin Jawurek an Konstantin Lütgendorf übergeben. Im Bild: Tüpl-Kommandant-Vorgänger Josef Fritz, Konstantin Lütgendorf mit Sohn Hugo am Arm, seiner Gattin Carola Lütgendorf, vor ihr Tochter Theodora, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Martin Jawurek und Julius Schlapschy (erste Reihe von links) sowie die Fahnenträger Thomas Winkler, Walter Hauer und Franz Zahrl (hinten).

Mit einem Festakt im Meierhof des Schlosses Allentsteig wurde die Kommandoübergabe des Truppenübungsplatzes (Tüpl) an Konstantin Lütgendorf gefeiert.

Der stellvertretende Kommandant Herbert Gaugusch begrüßte die Ehrengäste und wünschte seinem neuen „Chef“ hohe Wirkungskraft und viel Soldatenglück. Stift Zwettl war als Nachbar durch Abt Johannes Maria Szypulski vertreten, der sich ein gutes Miteinander wünschte.

Der neue Kommandant, der wahrscheinlich für ein Jahr den Tüpl befehligen wird, ging in seiner Rede auf viele Punkte und Aspekte des Tüpls ein, die es zu berücksichtigen gelte. „Ich bin mir bewusst, dass mein Handeln mit der Weiterentwicklung des Tüpls verbunden ist“, strich Lütgendorf hervor. Als Kommandant von 250 Mitarbeitern sei er stolz, an so einem eindrucksvollen Ort arbeiten zu dürfen. „Das Waldviertel, das zu jeder Jahreszeit durch seine schlichte und mystische Schönheit besticht, hat dazu geführt, dass sich meine Familie und ich seit einigen Jahren auch Neu-Waldviertler nennen dürfen“, betonte Lütgendorf seinen Wohnsitz in Weikertschlag in der Stadtgemeinde Raabs.

Ziel: Trainingszentrum Sicherheit Österreichs

Als seine vorrangige Aufgabe sieht es der Befehlshaber, die militärischen Ausprägungen in Form des Gefechtsübungszentrums weiterzuentwickeln. „Der Tüpl Allentsteig soll zu einem modernen, einem militärischen Alleinstellungsmerkmal entsprechenden Trainingszentrum für Sicherheit und Einsatz des Bundesheeres werden“, meinte Lütgendorf. Er freue sich auf die herausfordernde Tätigkeit. Er dankte auch seinem Vorgänger Josef Fritz für das gute Fundamentmaterial, das dieser in seiner 2010 hier begonnen Arbeit hinterlassen habe.

Militärkommandant Martin Jawurek überreichte symbolisch die Fahne des Tüpl an Lütgendorf und betonte, dass dies nicht nur ein symbolischer Akt sei, sondern, dass sich Lütgendorf damit in eine Ahnenreihe von Generälen und anderen Befehlshabern einreihe. Weiters stellte er den neuen Tüpl-Kommandanten genauer vor (siehe Infobox) und dankte Stellvertreter Gaugusch für die interimistische Führung. Hinter vielen Projekten sei er bereits jetzt der „Mastermind“ und werde sicher gut mit dem neuen Chef zusammenarbeiten.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte, dass das Land hinter dem Bundesheer stehe: „Im großflächigen Niederösterreich konnten wir schon oft auf die wichtige Hilfe des Bundesheeres zählen, zum Beispiel bei Unwetterkatastrophen. Es ist ein verlässlicher Partner und stabiler Faktor.“