Sport-Szene in den Startlöchern. Die Sport-Szene im Waldviertel blickt mit Spannung Richtung Freitag. Tests könnten Weg für den Breitensport öffnen.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:56)
Derzeit sind die Sportplätze für die Amateursportler zu – nur die Profis dürfen unter rigorosen Testbedingungen ran. Am Freitag soll‘s beim Sportgipfel mit der Politik aber ein baldiges „Go“ geben.
Wolfgang Wallner

Gibt’s endlich das gerne zitierte „Licht am Ende des Tunnels“? Darauf hofft jedenfalls die heimische Sportszene. Das Gipfelgespräch zwischen Sport Austria und Österreichs Sport-Dachverbänden mit Vertretern der Regierung zur erhofften schrittweisen Öffnung des Amateur- und Freizeitsports trotz Coronavirus-Pandemie geht am Freitag über die Bühne.

Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) werden mit Vertretern des organisierten Sports beraten. Im Detail geht es um Sicherheitskonzepte für die Bereiche des Vereins-, Freizeit- und Gesundheitssports. Sport-Austria-Präsident Hans Niessl erinnerte am Sonntag angesichts der Erfolge des ÖSV bei der Alpin-WM und der Biathlon-WM daran, dass es „im Sport ohne Breite keine Spitze gibt“.

Österreichs Breitensport stehe mit seinen 15.000 Vereinen coronabedingt noch immer still. „Ich hoffe, dass Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober nach unserem Sportgipfel wieder Vereinssport unter Anleitung von staatlich geprüften Trainern zulassen werden“, so Niessl. Der organisierte Sport habe, für jede Sportart kombiniert mit Eintrittstests, die passenden Präventionskonzepte für einen verantwortungsvollen Re-Start.

Nachwuchssportler stehen im Fokus

Auf einen Re-Start für die Nachwuchs-Fußballer hofft auch Andreas Zinkel, Geschäftsführer des SV Horn, dem größten Verein des Waldviertels. Hier darf ja wenigstens die Profi-Abteilung trainieren und die Meisterschaft – wenn auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit – laufen. Er findet klare Worte: „Aktuell sperren wir ja die Kinder ein – das gleicht einem Angriff auf die Volksgesundheit.“

Reinhard Pleßl, Sektionsleiter der Tischtennis Union Horn befürchtet, dass bei manchen Kids aufgrund des Stillstandes die Motivation abhandenkommen könnte: „Von einigen weiß ich, dass sie sich zuhause fit halten. Andere wiederum tun weniger, obwohl wir von Vereinsseite versuchen, den Kontakt aufrecht zu erhalten.“

Auch die Handball-Szene ruht derzeit komplett. UHC Eggenburg-Manager Thomas Ableidinger traut sich vorm „Sportgipfel“ keine Prognose abgeben: „Es hängt viel von der Disziplin der beteiligten Personen ab. Gerade bei Sportlern bin ich optimistisch, dass sich die an Vorgaben halten. Kein Sport ist auf so lange Zeit keine Lösung. Es muss sich wieder was tun.“

In Testungen sieht etwa USV Raabs-Obmann Richard Zarycka eine „Win-win-Situation“. „Ich denke, dass viele die Tests auf sich nehmen würden, um wieder an Trainings, oder an Sportplatzbesuchen teilhaben zu können. Gleichzeitig würde es auch mehr Testungen geben, um sicher zu gehen.“

Andreas Hanisch, Obmann des SV Waidhofen hofft, dass es bald wieder losgeht. Notfalls auch mit Gruppentraining und mit Abstand. „Das hatten wir zwar schon im vorigen Mai und haben das damals auch relativ rasch aufgehört, aber: Jetzt wäre das besser als gar nichts, um den Kontakt zu halten.