Erste Abfahrt: Neustart für Direktzug von Wien nach Prag

Erstellt am 07. Dezember 2022 | 04:48
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8545139_hor49bho_fjb.jpg
Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko und Landtagsabgeordneter Franz Linsbauer freuen sich auf den neuen Silva Nortica im Rahmen der „blau-gelben Bahnoffensive“.
Foto: privat
Silva Nortica fährt nicht als Sprinter, aber immerhin Direktverbindung. Der Zug hält in Tulln, Eggenburg, Sigmundsherberg, Göpfritz, Schwarzenau, Vitis, Gmünd.
Werbung

Historisches Ereignis für Bahnreisende mit dem ÖBB-Fahrplanwechsel am 11. Dezember: 30 Jahre, nachdem die „Vindobona“-Schnellzugverbindung zwischen Wien und Prag über Gmünd eingestellt wurde, wird erstmals wieder eine Direktverbindung zwischen den beiden Bundeshauptstädten über die Franz-Josefs-Bahn führen.

Erste Abfahrt: 7.46 Uhr in Prag.

Dahingehende Pläne von Landesrat Ludwig Schleritzko, über die die NÖN im März 2021 exklusiv berichtet hatte ( „ein Herzensprojekt!“ ), waren im Frühjahr 2022 zwischen Land, Bund, Regionalverband und tschechischen Partnern fixiert worden. Die erste Garnitur der als „Silva Nortica“ reaktivierten Direktverbindung geht am 11. Dezember um 7.46 Uhr in Prag auf die Reise (Fahrzeit: 5.08 Stunden). Am FJ-Bahnhof Wien fährt der erste Silva Nortica um 9.00 Uhr ab – mit Ankunft am Hauptbahnhof Prag um 14.12 Uhr. Stopps gibt es in Österreich außerhalb Wiens nur in Tulln, Eggenburg, Sigmundsherberg, Göpfritz, Schwarzenau, Vitis, Gmünd. Die Fahrzeit für Gmünd-Prag beträgt wegen 17-minütigen Aufenthalts in České Velenice und 14 Minuten in Veselí nad Lužnicí aktuell noch drei Stunden.

Die Verbindung wird täglich geführt, an Wochenenden mit zweiter Abfahrt in Wien-FJB um 15 Uhr. Von Prag retour geht es täglich um 17.46 , an Wochenenden auch um 7.46 Uhr.

„Blau-gelbe Bahnoffensive.“

Schleritzko sieht den Silva Nortica als Teil der „blau-gelben Bahnoffensive“ mit Investitionen von 2,3 Milliarden Euro bis 2042 (400 Mio. Euro vom Land NÖ). „Wir werden in verschiedenen, zeitlichen Abschnitten die FJ-Bahn umfangreich modernisieren, diese wichtige Bahnverbindung an neuartige Rahmenbedingungen und Ansprüche anpassen“, sagt er.

355 Mio. Euro sollen dafür bis 2029 fließen. Das sind weniger als die im Mobilitätspaket nördliches NÖ angekündigten 370 Millionen . – Weil der Umbau des Bahnhofs Horn ab 2023 (20 Mio. Euro) nun kostentechnisch im ÖBB-Rahmenplan auf die Kamptalbahn, nicht FJB , laufe, heißt es auf Nachfrage. Für den Bezirk Gmünd sind bis 2029 die „Modernisierung der Verkehrsstationen“ und Fahrzeitverkürzungen nach Wien bis 12min angekündigt, etwa durch Maßnahmen zur Tempoanhebung (bis 160 km/h) und Begegnungsabschnitte . Modernes Material soll den Komfort steigern.

Werbung