Feuerwehr in Gars hilft Gemeinde sparen. FF Gars übernimmt Auto aus Buchberg und baut es zu einem Einsatzvorausfahrzeug aus.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 30. April 2021 (05:25)
René Gigl, Kommandant Thomas Nichtawitz und Thomas Becker von der FF Gars überstellten das ehemalige Kleinlöschfahrzeug der inzwischen aufgelösten Feuerwehr Buchberg zur Firma Magirus Lohr in Premstätten bei Graz, wo sie von Roland Zipfinger (von links) empfangen wurden.
FF Gars, FF Gars

„Die Freiwillige Feuerwehr Gars hat um Umstationierung bzw. Zuteilung des ehemaligen Fahrzeuges der FF Buchberg zur FF Gars ersucht“, berichtete der für die Feuerwehren der Großgemeinde zuständige Gemeinderat Josef Wiesinger (SPÖ) bei der letzten Sitzung. „Es handelt sich dabei um ein Kleinlöschfahrzeug, aufgebaut auf einem Mercedes Fahrgestell, Baujahr 2011. Es ist beabsichtigt, das Auto in ein Vorausrüstfahrzeug umzubauen, wie es laut Stationierungskonzept der Marktgemeinde Gars der Feuerwehr Gars zusteht.“

Für diesen Antrag gab es ebenso die Zustimmung aller Mandatare wie für jenen über den Ankauf (20.000 Euro für die aufgelöste FF Buchberg, die beschlossen hat, diesen Betrag der Dorfgemeinschaft zur Verfügung zu stellen – die NÖN berichtete) samt Zuschuss von 30.000 Euro für den Umbau des Fahrzeugs. Das ist der Hälfte-Anteil der Kosten von den veranschlagten 100.000 Euro. Dieser Umbau wird derzeit bereits bei der Firma Magirus Lohr in Premstätten bei Graz durchgeführt.

Wie der Garser Kommandant Thomas Nichtawitz gegenüber der NÖN erklärte, wird das „Innenleben“ des Autos umgebaut bzw. völlig erneuert, da der Zweck eines Vorausrüstfahrzeuges (es ist Ersatz für das bereits außer Dienst gestellte schwere Rüstfahrzeug) vorwiegend in der Menschenrettung und bei technischen Einsätzen liegt. So werden etwa hydraulische Rettungsgeräte wie mit Akku betriebene Spreizer oder Scheren angekauft und eingebaut.

„Auf diese Weise erspart sich die Gemeinde 70.000 Euro“, rechnete Wiesinger vor. „Ein neues Einsatzvorausfahrzeug hätte 240.000 Euro gekostet, der Gemeindeanteil hätte 120.000 Euro betragen. So zahlen wir nur 50.000 Euro.“ Bürgermeister Martin Falk dankte daher allen Beteiligten für die „finanziell kreative Lösung“.

Ebenfalls einstimmig wurde Wiesingers Antrag auf Ankauf eines Hilfeleistungsfahrzeugs 2 (HLF 2) für die Feuerwehr Thunau angenommen. Die Kosten samt der Beladung belaufen sich auf etwas über 306.000 Euro, abzüglich der Gemeindeförderung (128.000 ), der Förderung durch das Land NÖ (60.000 ) und der Mehrwertsteuerrefundierung (50.000 ) verbleiben für die Feuerwehr Thunau etwas über 68.000 Euro.