Run auf Bauplätze ist in Röschitz groß. Große Projekte hat Röschitz in den Vorjahren umgesetzt – jetzt liegt Schwerpunkt auf Siedlungsausbau.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 31. Dezember 2020 (12:59)
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„Wir sind bis jetzt 130 gefahren, jetzt müssen wir das Tempo eben auf 100 reduzieren“ – wegen der Einbußen, die die Gemeinden wegen der Coronakrise hinnehmen müssen, fallen die Planungen für die 2021 anfallenden Projekte in der Marktgemeinde Röschitz laut Bürgermeister Christian Krottendorfer etwas bescheidener als zuletzt aus. Im Voranschlag für 2021, der bei der Sitzung am 14. Dezember einstimmig angenommen wurde, sind dennoch einige bedeutende Projekte vorgesehen.

Der Voranschlag sieht in der operativen Gebahrung Einzahlungen in Höhe von 2,42 Mio. Euro und Auszahlungen in Höhe von 2,02 Mio. Euro vor. Der Schuldenstand der Gemeinde erhöht sich von 1,68 Mio. Euro geringfügig auf 1,72 Mio. Euro mit Jahresende. Bei einer Tilgung von 155.000 Euro gibt es zwar keine neuen Kredite, allerdings müssen 200.000 Euro für die Restfinanzierung begonnener Vorhaben an der Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung der neuen Siedlungen in Roggendorf und Röschitz aufgenommen werden. Damit beträgt die Gesamtdarlehenshöhe in der Gemeinde 500.000 Euro.

„Die Berechnungen stammen von vor dem zweiten Lockdown. Wir wissen noch nicht, wie sich die Situation etwa bei den Ertragsanteilen noch entwickeln wird.“ Christian Krottendorfer

Für Krottendorfer ist klar, dass aufgrund der aktuellen Situation ein Nachtragsvoranschlag kommen wird, denn: „Die Berechnungen stammen von vor dem zweiten Lockdown. Wir wissen noch nicht, wie sich die Situation etwa bei den Ertragsanteilen noch entwickeln wird.“

Bürgermeister Christian Krottendorfer.
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Als wichtigste Projekte nennt Krottendorfer die derzeit laufende Siedlungserweiterung in Rö-schitz und Roggendorf (die NÖN berichtete bereits über die beginnenden Wasserleitungs- und Kanalarbeiten), die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Veranstaltungssaals W4, die Anschaffung von Smartboards für die Volksschule sowie das anstehende Glasfaser-Projekt. Für den Straßenbau sind 160.000 Euro veranschlagt, für den Güterwegebau 20.000 Euro. Nachdem man zuletzt Groß-Projekte wie die Kleinkinderbetreuungseinrichtung und den Nahversorger umgesetzt hat, sei es klar, dass in der derzeitigen Situation die Projekte etwas weniger und kleiner ausfallen, so der Gemeindechef.

Für die Straßenbeleuchtung in den neuen Siedlungen erhielten die Firmen Frisch aus Pulkau für die Lieferung von Masten und Leuchten und die Firma Neumayer aus Eggenburg für die Montage dieser Masten und Leuchten die Aufträge über 16.000 bzw. 4.000 Euro. Im Kindergarten in Roggendorf wird für knapp 6.000 Euro eine neue Gasheizung errichtet, der Auftrag dafür ging an die Firma Neumayer.

Aus Sicht Krottendorfers besonders erfreulich: Im Rahmen der Sitzung wurde der Verkauf von gleich sieben Bauplätzen (vier in Röschitz, drei in Roggendorf) beschlossen. „Keiner der Gemeinderäte konnte sich erinnern, dass es so etwas schon einmal gegeben hat. Außerdem liegen schon die nächsten Anfragen auf dem Tisch“, sagt Krottendorfer. Er werte das als Zeichen, dass die Marktgemeinde als Wohnstandort für junge Menschen weiter an Attraktivität gewinne.