Burgschleinitz-Kühnring: Orts-„Vize“ Trauner sagt Ade. Erich Trauner kandidiert 2020 nicht mehr. Leopold Winkelhofer tritt als ÖVP-Spitzenkandidat an.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 25. April 2019 (04:24)
Thomas Weikertschläger
Vizebürgermeister Erich Trauner (links) kündigte seinen Abschied aus der Kommunalpolitik nach der Gemeinderatswahl 2020 an. Bürgermeister Leopold Winkelhofer wird wieder als Spitzenkandidat für die ÖVP antreten.

Die ÖVP Burgschleinitz-Kühnring stellt bereits die Weichen für die Gemeinderatswahl im kommenden Jahr: Vizebürgermeister Erich Trauner gab im Zuge der Aufstellung des Teams bekannt, dass er für die nächste Gemeinderats-Periode nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

„Bürgermeister Winkelhofer und ich haben einander immer gut ergänzt. Meine Entscheidung beruht auf persönlichen Gründen.“Vize Erich Trauner

Er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagte Trauner zur NÖN und nannte persönliche Gründe für diese Entscheidung. „Ich habe meine Landwirtschaft und arbeite bei der AMA. Alles zusammen wurde einfach etwas zu viel“, sagte Trauner.

Die Arbeit als Vizebürgermeister müsse man aber mit vollem Engagement ausführen, „damit es dann für die Allgemeinheit passt“, meinte der Vizebürgermeister. Seinen Entschluss habe er vor einiger Zeit gefasst und ihn dann Bürgermeister Leopold Winkelhofer mitgeteilt. Er und Winkelhofer hätten einander immer gut ergänzt, strich Trauner hervor.

Trauner gehörte seit 2000 dem Gemeinderat an, 2015 folgte er Alfred Fraberger in der Funktion des Vizebürgermeisters. Diese Funktion will er auch bis zur Gemeinderatswahl weiter ausüben. Auch als Gemeindeparteiobmann wird Trauner bis 2020 bleiben, um beim Aufbau des künftigen ÖVP-Teams mit dabei zu sein.

Winkelhofer selbst wird die ÖVP übrigens wieder als Spitzenkandidat in die Gemeinderatswahl führen. Er wolle noch eine Periode anhängen und in dieser Zeit Ausschau nach jüngeren Kräften für die künftige Gemeindespitze halten. Die Suche nach einem neuen Vize laufe bereits, konkrete Namen seien aber noch nicht zu nennen. Denn, so Winkelhofer: „Unsere Devise lautet jetzt, in den Ortschaften zu schauen, wer für eine Kandidatur bereit ist und wer dann in den Gemeindevorstand einziehen kann.“

Suche nach Damen für Gemeinderat läuft

Weiter auf der Suche ist man in Burgschleinitz-Kühnring auch nach der ersten weiblichen Gemeinderätin. Nach wie vor ist die Gemeinde die einzige im Bezirk Horn ohne weiblicher Mandatarin (die NÖN berichtete). Es habe laut Winkelhofer auch schon Gespräche gegeben, die Bereitschaft der Damen in den Gemeinderat zu gehen, halte sich aber in Grenzen. „Dabei gibt es mit Soziales, Kultur, Schulen und Kindergarten zahlreiche Bereiche, in denen wir uns die Mitarbeit unserer Damen wünschen“, sagte Winkelhofer.

Als wichtige Projekte, die in der kommenden Gemeinderats-Periode anstehen, nannte Winkelhofer den Bau eines Bauhofs und den Bau einer Transportleitung zur Kläranlage Sitzendorf.