Wein-Pate Karl Merkatz entschied sich für "Sagenhaft". "Der Wein ist einfach sagenhaft", rief Schauspiel-Legende Karl Merkatz entzückt aus, als er den Grünen Veltliner von Martin Nigl aus Senftenberg im Hof des Garser Restaurants "Goldener Hirsch" verkostet hat. Und "Sagenhaft" ist auch der Name des edlen Tropfens.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 12. November 2019 (16:34)

"Wir wollen die Tradition hoch halten, denn schon bei unserem Vorgänger Josef ,Gali' Galbruner hat es Weintaufen gegeben", erklärte Helmut Buhl, der für die Weine und die Organisation zuständig ist, während sich seine Partnerin Manuela Lischka umsichtig und mit viel Erfolg um die Küche sorgt. "Vielleicht schaffen wir es mkit allen Wirten gemeinsam, dass man nach Gars nicht nur der Oper und der vielen Veranstaltungen wegen kommt, sondern auch um noch mehr als bisher die heimischen Schmankerl zu genießen."

Das Wort "Weintaufe" hörte Pater Michael Hüttl, Prior im Stift Altenburg und Pfarrer von Maria Dreieichen, nicht gerne: "Ich kann immer nur betonen, dass es eine Segnung ist." Sprach's und segnete den Wein ("Aber nur die Flasche, nicht die bereits eingeschenkten Gläser, sonst kommt Wasser hinein!") und die sicherlich hundert Gäste.

Die waren vom Wein genauso begeistert wie vom fast 89-jährigen Karl Merkatz, der dem moderierenden Bürgermeister Martin Falk nicht nur von seiner Laufbahn vom gelernten Tischler bis zum gefragten Schauspieler - legendär sind etwa  "Ein echter Wiener geht nicht unter", "Der Bockerer" oder "Der Blunzenkönig" - erzählte, sondern auch in seiner lockeren Art eine "weinselige Geschichte" zum Besten gab, die natürlich heftig beklatscht wurde. Und dann ging's vom eher kühlen Hof in die warme Stube, wo man sich einige Stunden "Sagenhaft" unterhielt.