Aufatmen nach der Delogierung. Anrainer sind nach Wegzug einer selbst ernannten „Tierschützerin“ in Weitersfeld erleichtert.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Juli 2021 (19:34)
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Bei der Zwangsräumung des Weitersfelder „Hundehauses“ fiel so viel Material und Gerümpel an, dass unbekannte Verkehrsteilnehmer eine Sperrmüllaktion vermuteten und manch Brauchbares „stahlen“, wie die delogierte Hundefreundin es nannte.
Nowak, Nowak

„Jetzt kann ich endlich wieder ruhig schlafen“, meinte der nervlich schwer getroffene Nachbar jenes Hauses in der Ortsmitte von Weitersfeld, wo vor einem Jahr ein „Tierliebhaberpaar“ mit 52 Hunden eingezogen war. Nach zahlreichen Beschwerden der Anrainer über das unerträgliche Gebell der Hunde, die zusammen mit den Mietern in allen Räumen des Gebäudes hausten und den Garten verwüsteten, erfolgte nach mehreren Gerichtsverhandlungen (die NÖN berichtete darüber) nunmehr eine Zwangsräumung und ein Umzug. Dem Vernehmen nach soll die selbst ernannte „Tierschützerin“ nach Oberösterreich verzogen sein.

Nachdem es schon im vergangenen September eine Verhandlung wegen des störenden Gebells und der Haltung der Hunde – im Mietvertrag war eine Begrenzung der Anzahl der Hunde festgeschrieben, bei einer Begehung mit Behörden und Richter Thomas Zach waren mehr als 30 Hunde am Anwesen, dem Vernehmen nach soll die Zahl der Hunde sogar auf mehr als 50 gestiegen sein – wurde im Oktober, die NÖN berichtete, ein Vergleich angedacht, der dann im Dezember geschlossen wurde. Demnach hätte die Dame mit 30. April ausziehen sollen. Jetzt war es mit etwas Verspätung dann doch noch soweit.

„Jetzt kann ich endlich wieder ruhig schlafen.“ Ein ob der Delogierung der „Tierschützerin“ sichtlich erfreuter Anrainer

Er sei froh, dass unter die Sache jetzt endlich ein Schlussstrich gezogen werden kann, sagte auch Bürgermeister Reinhard Nowak zur NÖN. Vor allem, dass die Anrainer jetzt wieder in Ruhe leben können, sei positiv.

Ob sie das vorher schöne Anwesen wieder vermieten wird, wird sich die Besitzerin, die in dieser Zeit kaum Miete erhielt, wahrscheinlich schwer überlegen.