Hochstöger wird Notar in Weitra

Erstellt am 19. Juni 2022 | 04:21
Lesezeit: 3 Min
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Mit dem Eggenburger Robert Hochstöger (rechts) wurde ein Nachfolger für Norbert Schneider im Weitraer Notariat gefunden.
Foto: Anna Hohenbichler
Eggenburger kann auf langjährige Berufserfahrung verweisen.
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Im Notariat am Weitraer Rathausplatz stehen die Zeichen auf Veränderung: Norbert Schneider übergibt die Kanzlei nach 27 Jahren mit Anfang August in die Hände von Robert Hochstöger. Für den Eggenburger ist es eine Rückkehr in die Braustadt.

Derzeit arbeitet Hochstöger in der Waidhofner Notariatskanzlei Müllner, hat dort vor über acht Jahren als Notariatskandidat angefangen. Davor hat er Rechtswissenschaften in Wien studiert, nebenbei schon als juristischer Mitarbeiter in Rechtsanwaltskanzleien Erfahrung gesammelt und seine Gerichtspraxis in Gmünd und Krems absolviert. „Ein Jahr vor Studienabschluss bin ich wieder zurück ins Waldviertel gezogen, weil ich weg aus der Stadt wollte“, erzählt er. Seine erste Station: Weitra. „Ich habe damals ein Jahr hier gelebt, mir gefällt die Stadt sehr gut.“ Umso erfreulicher ist das baldige berufliche Wiedersehen. Er lebt in Eggenburg, richtet in Weitra aber zusätzlich eine Bleibe ein: „Ich bin dankbar, dass ich so einen tollen Beruf im ländlichen Raum ausüben darf.“ Privat gilt sein Hauptinteresse nämlich der Natur – etwa beim Fliegenfischen oder der Jagd.

Vor dem Wechsel von Waidhofen nach Weitra stehen noch etliche organisatorische Tätigkeiten an. Für seine erste eigene Kanzlei hat Robert Hochstöger aber schon Pläne: „Die IT-Infrastruktur wird erneuert und ein Kanzleiverwaltungsprogramm angeschafft“, sagt er. Die Räumlichkeiten will er in den nächsten Jahren insgesamt adaptieren und renovieren. Norbert Schneider beschäftigt derzeit zwei Mitarbeiterinnen, ab August soll eine dritte dazukommen.

Gute Vorbereitung: Notar auf Zeit in Eggenburg

Er freue sich darauf, die eigenen Vorstellungen einbringen zu können, sagt Hochstöger: „Die Ausbildungszeit war auch schön, aber künftig kann ich selbst mehr gestalten.“ Ganz neu ist diese Rolle für ihn nicht: Nachdem Eggenburgs Notar Roman Frey-Freyenfels im Vorjahr plötzlich verstorben war, hat Robert Hochstöger die dortige Kanzlei für einige Monate interimistisch geleitet: „Das war eine tolle Vorbereitung, bei der ich sehr viel gelernt habe.“ Dass es ihn in die Rechtswissenschaft ziehen wird, habe er schon früh entschieden, erzählt Hochstöger. Ein bisschen liegt es in der Familie, immerhin ist Vater Oswin Rechtsanwalt mit Büro in Gmünd.

Der Weg dorthin war trotzdem ein ungewöhnlicher: Nach der Unterstufe am Gmünder Gymnasium schloss Hochstöger die Tourismusschule in Krems mit Matura ab – und ist somit ausgebildeter Koch. Dieser Leidenschaft komme er gerne nach, durch Praktika in der Hotellerie und Gastronomie habe er außerdem viel gelernt: „Die gute menschliche Betreuung ist mir ein Anliegen, gerade nach Sterbefällen ist das wichtig. Auch das Notariat ist eine Dienstleistung.“

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