Vergebliche Mühe?. Kaum Besucher wollten Argumente gegen die Windkraft der Bürgerinitiative „Rettet die Wild“ hören.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 14. Mai 2015 (06:00)
NOEN, Eduard Reininger
Alfred Schmudermayer, Klemens Robe, Andrea Neuwirth und Manfred Maier (von links) organisierten einen Informationsabend gegen die geplanten Windparks im Waldviertel

Unter dem Motto „Soll es bei uns so ausschauen?“ organisierte die Bürgerinitiative „Rettet die Wild“ eine Informationsveranstaltung zum Thema Windpark. Trotz 500 Einladungen kamen zum Leidwesen von Organisator Alfred Schmudermayer abgesehen von zwanzig deklarierten Windkraftgegnern nur drei weitere Personen.

Schmudermayer referierte über „die massiven Nachteile für die Auwald- Gebiete der Wild“ durch die geplanten Windanlagen in Irnfritz, Sigmundsherberg und Meiseldorf. „Die 200 Meter hohen Windtürme werden unsere Landschaft regerecht zersprageln“, meinte er und sprach von Verlust der Lebensqualität und Wertverlust der Immobilien. Von der Gemeinde forderte er Einsichtnahme in Abnahme- oder Pachtverträge, um so mögliche Unwahrheiten aufdecken zu können.

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Infraschall wurden von Manfred Maier (Professor an der Medizinischen Uni versität Wien) beleuchtet. „Windkraft wird problematisch, wo natürliche Lebensräume  gestört werden, und für Menschen gefährlich, wenn Abstandsregeln nicht eingehalten werden“, so Maier.

Anwohner würden  zunächst über den  hörbaren Lärm der Windräder klagen,  außerdem: „Der Infraschall von Windkraftanlagen ist eine Gesundheitsgefahr“, so Maier.