Wie bei der EM: Reglosen Mann ins Leben zurückgeholt. Alle Welt spricht über die erfolgreiche Reanimation des Fußballers Christian Eriksen, eine Lebensretter-Aktion ist aber vor wenigen Tagen mitten in Horn passiert. Ein Passant saß in der Feldgasse in der Nähe des FF-Hauses regungslos im Auto, drei Mitarbeiter des Landesklinikums reanimierten ihn erfolgreich.

Von Red. Horn. Erstellt am 21. Juni 2021 (11:19)

Das war möglich, weil Verwaltungsmitarbeiterin Regina Kronsteiner zufällig den Lenker beobachtet hat: Sie befand sich in ihrem Pkw direkt hinter ihm und wunderte sich, warum das Auto des Mannes zurückrollt. Sie erkannte den Ernst der Lage, stoppte das Fahrzeug und setzte einen Notruf ab.

In der Zwischenzeit trafen noch zwei weitere Mitarbeiter des Landesklinikums Horn ein: Markus Weigmann, Diplomkrankenpfleger in der Anästhesie, begann mit der lebensrettenden Reanimation, assistiert von Angela Tschokert, Diplomkrankenpflegerin der Augenabteilung. Es gelang ihnen, den Passanten zu stabilisieren: Willi Resch aus dem Bezirk Horn war beim Eintreffen des Notarztes Georg Kirbes (in der Anästhesie und Intensivmedizin des Landesklinikum Horn tätig) wieder bei Bewusstsein.

"Sind stolz auf unsere Mitarbeiter"

Nach einer Untersuchung im Landesklinikum Horn entschied das Team, den Patienten ins Universitätsklinikum St. Pölten zu bringen. Resch ist mittlerweile wohlauf und hat sich, nachdem er wieder im Horner Spital stationär aufgenommen wurde, bei seinen Helfern persönlich bedankt.

„Wir sind stolz darauf, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Ernst der Lage erkannt, schnell und richtig reagiert und somit ein Leben gerettet haben“, sind Pflegedirektorin Elisabeth Klang und kaufmännischer Direktor Franz Huber stolz. „Wie schnell etwas passieren kann und wie wichtig rasche Hilfeleistung ist, zeigt auch das Beispiel des dänischen Fußballers Eriksen.“