Wollte Frauen-Duo Buben entführen?. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht in Mödring, dass ein Kind in ein fremdes Auto steigen sollte.

Erstellt am 04. März 2014 (23:59)

Ein dubioser Vorfall ereignete sich am Montag, 24. Februar, bei der Haltestelle in Mödring. Neben einem neunjährigen Buben, der dort auf seinen Bus wartete, blieb ein dunkles Auto stehen, in dem zwei Frauen saßen. Diese forderten ihn (sinngemäß) mit den Worten „Steig ein, dein Bus ist eh schon weg!“ auf, mitzukommen, was der Volksschüler zum Glück bestimmt ablehnte. Wenige Sekunden später bog nämlich der erwartete Bus um die Ecke. Das Auto fuhr davon.

Nach kurzem Überlegen zeigte die Mutter des betroffenen Kindes den Vorfall bei der Polizei an. Vor allem, dass eine der Frauen im Auto vorne, die andere im Fond saß, kam ihr eigenartig vor. „Es war ein dunkler, vermutlich blauer oder grauer, jedenfalls kein schwarzer Wagen. Mein Sohn würde ihn sofort wiedererkennen“, meint sie im Gespräch mit der NÖN. Die Mutter lässt ihr Kind seither jedenfalls nicht mehr allein an der Haltestelle stehen.

„Wir nehmen den Vorfall sehr ernst"

Die Polizei, die in den Tagen nach dem Vorfall mit Zivilstreifen verdeckt ermittelte, konnte keine verdächtigen Beobachtungen machen. „Wir kümmern uns darum und nehmen den Vorfall sehr ernst“, unterstreicht Bezirkspolizeichef Günther Brinnich die Bemühungen seiner Beamten, Licht ins Dunkel zu bringen. „Aber wir können natürlich noch nicht sagen, was dahintersteckt.“ In solchen Fällen hätten die Beamten generell mit allen Eventualitäten, von reger Kinder-Fantasie bis zu einem ernsthaften Entführungsversuch, zu rechnen. Die Schilderungen seien aber in diesem Fall sehr glaubhaft.

Bei der Mutter und anderen Eltern bleibt die Sorge. Schließlich gab es in den vergangenen Tagen in Langschwarza einen ähnlichen Vorfall. Allerdings war dort der ein Kind (zum Glück ebenfalls erfolglos) „einladende“ unbekannte Lenker des Autos ein Mann.