Beatmungsgerät & Co: Aufträge für KSG schnellen in Höhe. „Wir können nun unsere Stärken nutzen, um Leben zu retten“, betont Geschäftsführerin Margret Gleiniger.

Von Red. Horn. Erstellt am 02. April 2020 (10:31)
Die Nachfrage für Leiterplatten, die in Beatmungsgeräten und intensivmedizinische Überwachungsgeräte gebraucht werden, ist derzeit groß.
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Einen starken Anstieg der Nachfrage aus dem Bereich der Medizintechnik verzeichnet der Zitternberger Leiterplattenhersteller KSG. „Aktuell haben wir aus dieser Sparte mehr als doppelt so viele Aufträge im Haus“, berichtet Werkleiter Kornel Schmidt. „Und wir rechnen mit einem weiteren Anstieg im Bereich der Medizintechnik.“ Der Grund dafür: Kunden verlagern ihren Produktfokus, erhalten selbst große Aufträge – und beginnen, dringend benötigte medizinische Geräte zu erzeugen. KSG kommt hierbei ins Spiel.

Bei den Aufträgen handelt es sich um Leiterplatten für Beatmungsgeräte und intensivmedizinische Überwachungsgeräte. Leiterplatten sind Träger für elektrische Verbindungen: Zwei bis 13 befinden sich in einem Überwachungsgerät. Weil diese Aufträge besonders eilig sind, laufen sie bei KSG in Expresszeit durch die Fertigung und werden am Wochenende Zusatzschichten gefahren.

"Wir sind stolz, unseren Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten zu können“ Geschäftsführerin Margret Gleiniger

„Wir können nun unsere Stärken nutzen, um Leben zu retten“, betont Geschäftsführerin Margret Gleiniger. „Unsere Mitarbeiter sind flexibel und erzeugen diese sensiblen Produkte mit höchster Qualität und arbeiten zuverlässig in Bezug auf Qualität und Liefertermin. So können wir auch die Pünktlichkeit der Lieferungen garantieren. Wir sind stolz, unseren Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten zu können“

Zum Schutz der Belegschaft wurde Personal aus dem administrativen Bereich großteils ins Homeoffice geschickt, wer in die Firma kommen muss, für den gelten zahlreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

KSG Austria GmbH ist mit rund 200 Arbeitnehmern ein bedeutender Arbeitgeber in der Region und gehört mit dem Werk im sächsischen Gornsdorf zur Unternehmensgruppe KSG mit 900 Mitarbeitern (Jahresumsatz: 113 Millionen Euro im Vorjahr). Ihre Leiterplatten finden sich in Beatmungsgeräten, intensivmedizinischen Überwachungsgeräten, Ultraschallgeräten, Industrieanlagen, Fertigungsrobotern und LED-Beleuchtungen wieder.