Wer hat den Senf? Live-Lesung im "Jahrhundertwendebad". Autor Jakob Andratsch hat sein preisgekröntes Hörspiel „Johnny“ für eine Lesung im idyllischen Bad Plank umgearbeitet.

Von Georgia Kazantzidu. Erstellt am 24. Juli 2021 (03:59)
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Unterstützten Autor Jakob Andratsch (rechts) bei der Lesung im Jahrhundertwendebad Plank: Peter Appiano , Marius Grabher, Lara Neversal, Jakob Uhl und Bernadette Mold (von links).
Georgia Kazantzidu

In idyllischer Atmosphäre im „Jahrhundertwendebad“ von Plank fand kürzlich die szenische Live-Lesung des Hörbuchs „Sie nannten ihn Johnny“ von Autor Jakob Andratsch statt.

Das vom ORF als „Bestes Kriminalhörspiel aus Österreich“ bezeichnete Werk wurde während des Lockdowns produziert. Die Postproduktion fand zu großen Teilen in der Gemeinde Gars statt, wo der Autor seinen zweiten Wohnsitz hat.

Ein junges, dynamisches und professionelles Team von Theaterschaffenden, Musikern und Marketingspezialisten setzte sich als Ziel, freie und kostenlose Kunst zu produzieren. „In einer Zeit, wo die Theater nicht spielen dürfen und die Kinos geschlossen blieben, wollten wir etwas erschaffen, was frei von beschneidenden Regulierungen, auferlegtem Zwang und gut gemeinten Ratschlägen sein kann: ein Hörspiel“, so Andratsch. Das in neun Episoden aufgeteilte Stück mit jeweils etwa 15 Minuten Spieldauer ist unter anderem auch auf Spotify zu hören.

Was als Hörspiel begann, ist schließlich auf der Bühne gelandet. So trafen rund 70 Gäste aus der Umgebung und aus Wien bei René Bachmann, Betreiber des Strandbades Plank, ein. Für die musikalische Untermalung der szenischen Lesung sorgten die „Pothatos“, Jazzsängerin Elsa Steixner und die Band „Jagaté“.

Andratsch, der für Text und Regie verantwortlich ist, lebt und arbeitet in Wien und Stuttgart. Der studierte Philologe, der eigentlich Kurzprosa, Lyrik und dramatische Texte schreibt, hat sich nun für etwas Witziges entschieden und so entstand diese Kriminalkomödie. Das Stück spielt in Wien, und handelt um einen groß angelegten Senfdiebstahl einer ominösen Person namens „Johnny“.

Im Laufe des Stücks begegnen dem Zuschauer diverse Personen der ermittelnden Polizei, die sich zumeist rund um einen Würstelstand treffen, mit dessen Betreiber sie sich regelmäßig bei mehreren Dosen Bier über den Senfdiebstahl austauschen. Schlussendlich gelingt es den Ermittlern, gemeinsam den Senfdiebstahl aufzuklären.