Aschbacher erwartet Hunderttausende in Kurzarbeit. Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) rechnet angesichts des erneuten Lockdowns mit einem deutlichen Anstieg der Kurzarbeitszahlen.

Von APA / NÖN.at Update am 18. November 2020 (09:23)
Der Arbeitsmarkt leidet schwer unter der Coronapandemie
APA (Symbolbild)

"Wir erwarten, dass einige hunderttausend Menschen in Kurzarbeit sein werden", sagte Aschbacher am Dienstag. Aktuell sind über 170.000 Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Insgesamt sind derzeit 443.465 Personen beim AMS vorgemerkt, davon sind 376.465 arbeitslos und 67.000 in Schulung. Das ist ein Zuwachs von 6.044 Jobsuchenden in einer Woche.

Zum Vergleich: Ende September waren noch 295.000 Personen in Kurzarbeit, im Frühjahr sogar 1,3 Millionen. Die Arbeitsministerin appellierte erneut an Betriebe, die jetzt vom Lockdown betroffen sind, auch die Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen. Noch bis Ende des Lockdowns können betroffene Betriebe Anträge auf Kurzarbeit rückwirkend stellen. Direkt betroffene (geschlossene) Betriebe können die Arbeitszeit der Mitarbeiter auch auf 0 Prozent reduzieren.

"Mit der mittlerweile bewährten Corona-Kurzarbeit gelingt es uns viele Arbeitsplätze und somit Einkommen zu sichern", so Aschbacher. Bisher seien rund 5,2 Mrd. Euro für die Kurzarbeit ausbezahlt und acht Milliarden Euro bewilligt worden. Seit Anfang November hätten 39.000 Personen wieder einen Job gefunden. "Das zeigt, dass die Dynamik am Arbeitsmarkt auch in Krisenzeiten nach wie vor hoch ist", erklärte Aschbacher.

Aktuell sind 443.465 Personen beim AMS (Arbeitsmarktservice) vorgemerkt, davon 376.465 Arbeitslose und 67.000 Schulungsteilnehmer. Im Vergleich zur Vorwoche sind damit 6.044 Personen mehr ohne Job. Die krisenbedingte Arbeitslosigkeit liegt derzeit bei 82.708, ein Plus von 3.700 zur Vorwoche. "Wir spüren zurzeit saisonale Auswirkungen am Arbeitsmarkt, aber auch dazukommend die krisenbedingte Arbeitslosigkeit aufgrund der Corona-Pandemie", sagte Aschbacher. Seit Anfang November konnten 39.000 Personen wieder in einen Job vermittelt werden. "Das zeigt, dass die Dynamik am Arbeitsmarkt auch in Krisenzeiten nach wie vor hoch ist", so die Arbeitsministerin.

Wie stark die Arbeitslosenzahlen in den kommenden Wochen aufgrund des zweiten Lockdowns steigen könnten, wollte die Arbeitsministerin nicht abschätzen. Eine genaue Zahl zu nennen, sei "nicht seriös". Im ersten Corona-Lockdown stieg die krisenbedingte Arbeitslosigkeit bis Mitte April auf 210.000 Betroffene.