Marktöffnung durch Tanzschulgesetz-Abschaffung. Im Burgenland ist die Eröffnung einer Tanzschule mit der Abschaffung des Tanzschulgesetzes wesentlich vereinfacht worden.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 05. September 2017 (13:37)
Landesrat Alexander Petschnig, Alice Guschelbauer, Balazs Ekker
Millendorfer

Wie Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ) am Dienstag erklärte, hätten Tanzlehrer bisher mehrere Kriterien zur Berufsausübung erfüllen müssen. Dies falle nun weg. Sein Credo sei, den Markt zu öffnen und die Kunden entscheiden zu lassen, meinte der Landesrat.

Er erwarte, dass die Anfang Juni vom Burgenländischen Landtag beschlossene Aufhebung des Landesgesetzes mehr Angebot und Wettbewerb mit sich bringen werde. "Der Bessere wird sich durchsetzen", zeigte sich Petschnig überzeugt. Bisher waren unter anderem eine Mitgliedschaft beim Verband der Tanzlehrer Österreichs und eine dreijährige Ausbildung notwendig gewesen. Im Burgenland gibt es derzeit sechs Tanzschulen.

Guschelbauer und Ekker begrüßen Aufhebung

Die beiden "Dancing Stars" Alice Guschelbauer und Balazs Ekker, welche seit letztem Jahr gemeinsam eine Tanzschule in Niederösterreich betreiben, begrüßten bei der gemeinsamen Pressekonferenz die Deregulierung. Es sei damals ein "Wahnsinnskampf" gewesen, ihre Tanzschule zu realisieren, erinnerte sich Ekker.

Trotz ihres Bekanntheitsgrades habe es 18 Monate gedauert bis alle Hindernisse aus dem Weg geräumt waren. Als Profitänzer mit jahrzehntelanger Erfahrung nicht das Recht zu haben, einen totalen Anfänger zu unterrichten, sei schon ein "bissl krass", bemerkte Ekker.

Auch Guschelbauer berichtete, dass ein großer bürokratischer Aufwand notwendig war, um ihre in Ungarn absolvierte vierjährige Hochschulausbildung als Tanzpädagogin in Österreich nachzuweisen.