ÖVV-Asse hoffen auf neuerliche Glanztaten in Wien. Den durchwachsenen Saisonergebnissen zum Trotz wollen die österreichischen Beach-Volleyball-Asse beim nächstwöchigen Major in Wien erneut für Jubelstürme sorgen. Mit dem Publikum im Rücken erhoffen sich Clemens Doppler/Alexander Horst, Robin Seidl/Philipp Waller und Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig ein möglichst tiefes Vorstoßen in die K.o.-Phase.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. Juli 2019 (06:31)
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Doppler/Horst fehlt heuer noch ein echtes Spitzenergebnis

Doppler/Horst, 2017 auf der Donauinsel Vizeweltmeister und im Vorjahr im Major-Viertelfinale, fehlt heuer bei den großen Turnieren noch ein echtes Spitzenergebnis. Trainer und Manager Robert Nowotny ist aber überzeugt, dass sie das in Wien nachholen werden. "Sie haben alle Möglichkeiten, um wieder ins Viertelfinale zu kommen. Die Leistungen waren teilweise sehr ansprechend, sie haben einige Spiele leider nicht ganz fertig bekommen, aber ich kann relativ positiv Richtung Wien blicken", betonte Nowotny nach den ersten Trainingseinheiten auf dem Center Court im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Die Fan-Unterstützung beim zum dritten Mal in Wien ausgetragenen Großturnier könnte wieder ein mitentscheidender Faktor sein. "Der dritte Mann ist gefordert und auch willkommen. Mit den Fans im Rücken ist viel möglich", erinnerte Nowotny an den WM-Sensationslauf von vor zwei Jahren. Der langjährige Betreuer des ÖVV-Topduos stellte aber nicht in Abrede, dass die Saison mit zuletzt der WM und dem Major in Gstaad nicht ideal gelaufen sei. "17. Plätze, das ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Aber das, was ich am Platz sehe, ist nicht so schlimm wie das, was ich in letzter Zeit immer wieder so höre. Wir halten schon noch mit und schlagen auch die Besten der Welt."

Anders als in der Vergangenheit plage das Duo derzeit keine akute Verletzung, das bereits fortgeschrittene Alter von Doppler (38) und Horst (36) spiele aber schon eine Rolle. "Natürlich zwickt der ältere Körper immer wieder, es ist aber nichts, was der Physio nicht hinbekommen würde. Was stimmt ist, sie werden nicht jünger und die Jugend drückt schon ordentlich an", so Nowotny.

Damit meint er allen voran die russischen Weltmeister Wjatscheslaw Krasilnikow/Oleg Stojanowski und die norwegischen Vorjahresdominatoren Anders Mol/Christian Sörum, die auch in Wien Titelverteidiger sind. "Dahinter gibt es aber eine ganz arge Vermischung", verwies Nowotny auf schwankende Ergebnisse diverser Topteams und die Auswirkung des neuen Rankingssystems. Die reformierte Ranglistenberechnung hat beispielsweise zur Folge, dass in Wien die Gstaad-Finalisten und Ex-Weltmeister Alexander Brouwer/Robert Meuuwsen und die hoch dekorierten Letten Aleksandrs Samoilovs/Janis Smedins in die Quali müssen.

Das bleibt insgesamt sechs österreichischen Teams, zwei starten dank Wildcards, erspart. Neben Doppler/Horst kommen vor allem die WM-Neunten Seidl/Waller für einen Spitzenplatz infrage. "Wir haben ein zweites Team, das regelmäßig Main-Draw-Luft schnuppert. Da bin ich sehr zufrieden, sie haben absolut positive Ansätze", sagte der auch als ÖVV-Nationaltrainer der Herren fungierende Nowotny. Martin Ermacora/Moritz Pristauz sei ebenfalls einiges zuzutrauen, weil Ermacora sich mittlerweile von einer Schulterverletzung komplett erholt hat. "Sie spielen in Wien immer über ihre Verhältnisse, dementsprechend positiv sollten sie das angehen."

Fix im Hauptfeld stehen neben Schützenhöfer/Plesiutschnig noch Eva Freiberger/Valerie Teufl und das Wildcard-Duo Teresa Strauss/Nadine Strauss. Weitere jeweils drei Damen- und Herren-Paare spielen ab Dienstag auf Nebenplätzen in der Qualifikation. Die ersten Partien auf dem Center Court sind am Mittwoch angesetzt.