Noch nichts Konkretes in erster Gehaltsrunde. Ziel Gehaltserhöhung mit 1. Jänner 2018 außer Streit - Fortsetzung Mitte Oktober

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. September 2017 (17:09)
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Symbolbild

Noch nichts Konkretes hat die erste Runde der Beamten-Gehaltsverhandlungen am Dienstagnachmittag gebracht. Wie Regierung und Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) nach dem Gespräch der APA erklärten, wurde nur außer Streit gestellt, dass das neue Gehaltsabkommen mit 1. Jänner 2018 in Kraft treten soll. Ansonsten wurden mit den WIFO-Experten die wirtschaftlichen Rahmebedingungen besprochen.

Da die Inflationsdaten von Oktober 2016 bis inklusive September 2017 noch nicht endgültig vorliegen können, hat man sich darauf verständigt, dass man erst weiterverhandeln will, wenn die abgerechneten Daten der Statistik Austria vorliegen. Das wird Mitte Oktober der Fall sein, wie Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ), Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) und GÖD-Vorsitzender Norbert Schnedl erläuterten.

Dass man trotzdem jetzt schon die Verhandlungen begonnen hat, obwohl die Inflation für den September noch nicht vorliegen kann, begründete Duzdar damit, dass sie diesem Wunsch der Gewerkschaft gerne nachgekommen sei. Sie habe keinen Grund gesehen, das nicht zu tun. Man habe sich die wirtschaftliche Entwicklung und auch die Entwicklung im Öffentlichen Dienst angeschaut. Schnedl betonte, die Gewerkschaft habe klargemacht, dass der öffentliche Dienst hervorragende Leistungen erbracht habe und insbesondere durch die Migration besonderen Belastungen ausgesetzt gewesen sei.

Zu dem im Vorfeld geäußerten Wunsch nach zusätzlichem Personal stellte der GÖD-Vorsitzende klar, dass die Personalwünsche nichts mit den Gehaltsverhandlungen zu tun haben. Er bekräftigte aber, dass angesichts einer bevorstehenden Pensionierungswelle eine Aufnahmeoffensive notwendig sei. Duzdar erklärte dazu, dass in den letzten Jahren schon viele zusätzliche Planstellen, vor allem in der Exekutive, geschaffen worden seien. Für 2018 und 2019 soll es in diesem Bereich weitere 700 Planstellen geben.