Wirtshaus als Ziel der Österreicher nach Lockdown. Eine aktuelle Befragung von TQS Research & Consulting zeigt erneut, dass das Wirtshaus das meist ersehnte Ziel der Österreicher ist, wenn die Corona-Regeln den Besuch eines solchen wieder zulassen würden. 88 Prozent der knapp über 1.000 Teilnehmer wählten "Essen gehen mit Freunden und Bekannten" als Antwort auf die Frage "Was würden Sie gerne zuerst unternehmen?" bei der Befragung von 8. bis 11. April.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 14. April 2021 (07:00)
88 Prozent sehnen sich nach der Gastronomie
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Das Interesse am Wirtshaus deckt sich mit einer früheren Befragung von TQS Ende Februar, als sechs von zehn Österreichern angaben, sie würden einen Coronatest machen, wenn sie dadurch wieder ins Wirtshaus dürften - das ist jedoch vorerst weiter nur in Vorarlberg der Fall. In der aktuellen Umfrage kommt nach dem Wirten gleich die nächste gastronomische Option auf dem zweiten Platz: 72 Prozent sehnen sich nach dem Besuch eines Heurigen oder eines Biergarten, wenn die Umstände dies auch österreichweit wieder erlauben. Bei der Analyse nach Geschlecht und Alter zeigt sich, dass Männer sich nach dem Lockdown signifikant häufiger auf den Besuch von Sportevents und auf sportliche Outdoor-Aktivitäten wie Fußball freuen, während Frauen größeres Interesse an Thermenbesuchen, auf das Essen gehen auf Shopping bekundeten.

Nachdem in Wien und Niederösterreich der harte Lockdown gestern, Montag, verlängert wurde, geht es für die Einwohner dieser Bundesländer jedoch noch bis mindestens Anfang Mai darum, mit den Maßnahmen und Einschränkungen der Corona-Regeln zu leben. TQS wollte in der Kurzumfrage wissen, was die Österreich tun, um ihre Stimmung zu heben und die Krise etwas zu vergessen. Oberste Priorität hat in diesem Fall das Motto "Raus in die Natur", egal ob für einen Spaziergang, eine Wanderung oder eine Fahrt mit dem Rad - 24 Prozent versuchen ihre Stimmung mit der Flucht nach draußen in die Natur zu heben.

Zeit mit Freunden und Familie lässt 17 Prozent der Befragten die Krise kurz vergessen. Sport als Ablenkung oder Ausgleich sind noch für 14 Prozent der Teilnehmenden eine Option, ob beim Yoga oder im Walzerschritt. Kurios ist die Antwort hingegen von einer Minderheit von zwei Prozent, "Einhalten der Maßnahmen (MNS, Zuhause bleiben etc.)" ist deren Taktik, um die Stimmung zu heben und die Krise etwas zu vergessen.