Auf die Pfoten fertig los: Hundespaziergang mit Ärztin. Wegen vermehrt auftretender Bissattacken, gibt Tierärztin Eike Both beim „Dog Walk“-Spaziergang Tipps zum besseren Zusammenleben von Zwei- und Vierbeinern.

Von Lisa-Marie Zehetbauer. Erstellt am 18. September 2019 (05:30)
zVg privat
Partnerschaft.Trainerin Eike Both mit ihrer Hündin Minnie.

„Fit und gesund, durch Sport mit dem Hund“, getreu diesem Motto hat die Tierärztin und Gerichtsvollzieherin Eike Both zum ersten Mal den „Dog Walk“ veranstaltet.

Dabei erklärte die Schütze nerin mit Tierarzt-Praxis in Pöttsching im Zuge eines Spazierganges die wichtigsten Themen für Hunde-Halter: Wie sinnvoll der Besuch einer Hundeschule ist sowie die richtige Leinenführigkeit. Anlassfall: „In letzter Zeit treten vermehrt Bissunfälle auf, das verunsichert die Menschen und immer mehr haben Angst vor Hunden“, erklärt Both. Sie arbeitet an einem Konzept, um das Zusammenleben mit dem besten Freund des Menschen sicher und harmonisch zu gestalten.

Ihre Tipps: Um es dem Vierbeiner sei einfach wie möglich zu machen, wird empfohlen in einer ablenkungsfreien Umgebung zu starten – dies könnte zum Beispiel der eigene Garten sein. Zieht der Hund dauerhaft an der Leine und stranguliert sich fast mit seinem Halsband, sollte man es einmal mit einem Hundegeschirr versuchen. Der tierische Begleiter bremst sich darin selbst aus. Außerdem werden die empfindliche Halswirbelsäule und der Kehlkopf nicht mehr so stark belastet.

Der Vierbeiner zieht, um möglichst schnell an sein Ziel zu kommen? Am besten ist es stehen zu bleiben und erst dann weiterzugehen, wenn die Leine locker hängt. Es besteht auch die Möglichkeit des Öfteren einfach abrupt die Richtung zu wechseln.

Ganz wichtig – man sollte immer wieder den Hund loben, dies kann verbal erfolgen oder mittels eines Leckerlis.

Abschließend erwähnt Eike Both, dass beim Hundespaziergang ein Gassi-Sackerl auf jeden Fall dazugehört. Man wolle schließlich Streitigkeiten und Ärger, aufgrund von nicht weggeräumten Hinterlassenschaften vermeiden.

Trotz der etwas verregneten Premiere waren alle Beteiligten begeistert, Hund, Herrchen und Frauchen hatten Spaß, eine Wiederholung wurde einstimmig beschlossen.

Tipp: Both hält regelmäßig Hunde-Workshops die sich an Kinder ab fünf Jahren, Erwachsene, Hundebesitzer und Nicht-Hundebesitzer richten.