Mit sieben Opfern deutlich mehr Verkehrstote zu Ostern. Zu deutlich mehr Unfällen und Verletzten als im Vorjahr ist es am heurigen Osterwochenende gekommen: Es gab 406 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, um 188 (86,2 Prozent) mehr als 2018 (218 Unfälle). Dabei wurden heuer mit 491 Personen rund doppelt so viele verletzt - um 247 (101,2 Prozent) mehr als zu Ostern 2018 (244 Verletzte). Sieben Personen kamen heuer ums Leben, im Vorjahr waren es zwei.

Von APA Red. Update am 23. April 2019 (13:15)
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Im Vorjahr waren zwei Menschen gestorben

Fünf Pkw- und zwei Motorradlenker verunglückten zwischen Karfreitag und Ostermontag auf Österreichs Straßen tödlich, teilte das Innenministerium (BMI) am Dienstag mit. Besonders blutig verlief heuer der Karfreitag mit vier Verkehrstoten. Zwei Menschenleben waren am Ostersonntag und eines am Ostermontag zu beklagen. Mit drei wurden die meisten Opfer in Niederösterreich registriert, gefolgt von der Steiermark mit zwei sowie von Oberösterreich und Tirol mit jeweils einem.

Drei Personen starben auf Bundesstraßen und jeweils zwei auf Landesstraßen und Autobahnen. Bei den sechs Unfällen mit sieben Getöteten wurden als vermutliche Ursachen dreimal Unachtsamkeit, zweimal Überholen sowie einmal überhöhte Geschwindigkeit eruiert.

2018 waren im Osterverkehr zwei Menschen ums Leben gekommen, 2017 sechs und 2016 neun. 2015 starben drei und 2014 vier Verkehrsteilnehmer. Eine witterungsbedingte Einschränkung: 2018 fiel Ostern beispielsweise deutlich früher (30. März bis 2. April) und das Wetter war wesentlich unbeständiger als heuer. Die bisher niedrigste Opferzahl konnte im Jahr 2013 mit einem Getöteten verzeichnet werden, während 1976 mit 39 das bisher blutigste Osterwochenende war. Die bisher geringste Zahl an Verkehrstoten an einem Osterwochenende seit dem Beginn der Aufzeichnungen im BMI (1968) wurde im Jahr 2013 mit einem Verkehrstoten verzeichnet werden.

Die meisten Verkehrsunfälle gab es in Oberösterreich mit 93, gefolgt von Niederösterreich (86) und der Steiermark (59). Mit 121 wurden in Niederösterreich die meisten Menschen verletzt, in Oberösterreich waren es 106. In der gesamten Karwoche verunglückten elf Menschen im Straßenverkehr tödlich: Sieben Pkw-Lenker, zwei Motorrad-Lenker und ein Fahrrad-Lenker und ein Pkw-Mitfahrer. Bei den acht tödlichen Verkehrsunfällen waren die Hauptunfallursachen in je drei Fällen Unachtsamkeit bzw. Ablenkung und Überholen und je einem Fall überhöhte Geschwindigkeit und gesundheitliche Beeinträchtigung. Zwei der acht tödlichen Unfälle waren Alleinunfälle.

Weiters wurden heuer fast 74.730 Geschwindigkeitsübertretungen beanstandet (2018: 58.302). Das ist ein Anstieg um 28,2 Prozent. Die meisten Raser - 18.984 - waren offenbar in der Steiermark unterwegs. Insgesamt 340 Alkolenker wurden angezeigt (2018: 290) - eine Zunahme um 17,2 Prozent. 193 Lenkern sind ihren Führerschein bzw. den Mopedausweis vorläufig los, ein Plus von 14,9 Prozent (2018: 168). In Oberösterreich wurden mit 73 Lenkern die meisten Alkoholisierten hinterm Steuer erwischt, dort kam es auch zu den meisten Führerscheinabnahmen (49).

Seit Jahresanfang waren somit heuer bis zum Ostermontag (22. April) im österreichischen Straßennetz 97 Verkehrstote (vorläufige Zahl) zu beklagen. Im Vergleichszeitraum 2018 waren es 100, 2017 waren es 91.