May wird um kurzen Aufschub des Austrittstermins bitten. Laut Medienberichten soll die britische Premierministerin Theresa May in einem Brief um eine kurze Verschiebung des Termins für den Austritt aus der Europäischen Union beantragen.

Von APA Red. Erstellt am 20. März 2019 (09:15)
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Das Brexit-Chaos nimmt keine Ende

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wiederum rechnet bei dem am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel nicht mit einer Entscheidung zum Brexit. "Meine Einschätzung heute Morgen 08.15 Uhr ist, dass wir diese Woche nicht zu Potte kommen, sondern uns nächste Woche noch einmal treffen müssen", sagt Juncker im Deutschlandfunk. Die EU sei weit auf Großbritannien zugegangen, nun müsse die Londoner Regierung für Klarheit sorgen, so Juncker. Es gebe keine Nachverhandlungen, keine Neuverhandlungen und keine weiteren Zusatzversicherungen.

Die britische Premierministerin Theresa May will dem Sender Sky zufolge in einem Brief an die EU an diesem Mittwoch eine kurze Verschiebung des Termins für den Austritt aus der Europäischen Union beantragen. Der Sender beruft sich auf Regierungskreise. Adressat des Schreibens ist EU-Ratspräsident Donald Tusk, der am Donnerstag und Freitag den EU-Gipfel in Brüssel leitet. Die Staats- und Regierungschefs der anderen 27 EU-Länder müssen den Aufschub alle billigen. Nach bisheriger Planung soll Großbritannien am 29. März austreten.

Offen blieb aber, um welchen Zeitraum der geplante Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verschoben werden soll. EU-Unterhändler Michel Barnier hatte gesagt, May müsse für einen längeren Aufschub gute Gründe auf den Tisch legen, am besten neue politische Entwicklungen.

Informationen der Sender BBC und ITV zufolge will May um eine Verschiebung um drei Monate bis Ende Juni bitten. Damit erhoffe sie sich zusätzliche Zeit, um den Ausstiegsvertrag doch noch durch das britische Parlament zu bekommen.