Benedek-Kaserne wird Sicherheitsinsel. Am Truppenübungsplatz soll einer von österreichweit zwölf Stützpunkten für Katastrophenfälle entstehen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 23. Mai 2018 (05:56)
Die Benedek-Kaserne soll laut Ministerratsbeschluss zu einer von insgesamt zwölf „Sicherheitsinseln“ in Österreich ausgebaut werden. Konkrete Pläne gibt es derzeit noch nicht. Foto: Havelka
Otto Havelka

Am vergangenen Mittwoch wurden per Ministerratsbeschluss zwölf Standorte künftiger „Sicherheitsinseln“ in Kasernen festgelegt. Eine davon ist auch in der Benedek-Kaserne vorgesehen.

Als sogenannte „Sicherheitsinseln“ sollen Stützpunkte aufgebaut werden, die als Rückzugsort für Personal, Fachleute und teils auch für die Bevölkerung im Krisenfall dienen sollen. Die Standorte des Bundesheeres sollen im Krisen- und Katastrophenfall möglichst autark eine längere Zeit den Menschen als Schutz- und Rückzugsort dienen.

Autarke Energie- und Wasserversorgung

Wie die Austria Presse Agentur (APA) mitteilte, wolle man nun die Autarkie hinsichtlich des militärischen Eigenbedarfs verwirklichen, dann soll der Ausbau der Standorte zu „Sicherheitsinseln“ erfolgen. Es gehe dabei etwa um Energie- und Wasserversorgung sowie Lagerkapazitäten, aber auch die Bevorratung mit relevanten Versorgungsgütern.

Bezahlt werde dies aus dem laufenden Budget des Verteidigungsministeriums. In Bruckneudorf war die Überraschung über die Ankündigung einer Sicherheitsinsel groß. Etliche Gemeindevertreter wussten auch drei Tage nach dem Ministerratsbeschluss nichts davon. In der Kaserne selbst verwies man auf das Militärkommando Burgenland. Dort scheint man aber auch kaum besser informiert zu sein.

Sicherheitsinseln als Leuchtturmprojekte

Presseoffizier Andreas Jordanich habe die Information „auch aus den Medien“ erhalten. Die Sicherheitsinseln seien jedenfalls ein Leuchtturm-Projekt“ des Ministeriums. „Wir erwarten, dass wir in nächster Zukunft entsprechende Aufträge erhalten“, erklärt Andreas Jordanich.