Wälder werden auf Natur-Besonderheiten untersucht. Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) will den Schutz der heimischen Wälder stärken. Am Montag stellte sie gemeinsam mit Bundesforste-Vorstand Rudolf Freidhager die Initiative "Ökologisches Landschaftsmanagement" vor, die für eine integrierte und ökologisch orientierten Waldbewirtschaftung steht.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 17. Mai 2021 (15:26)
APA/Gert Perauer

Zunächst werden alle 120 Forstreviere der Bundesforste auf ihre naturschutzfachlichen Besonderheiten analysiert. Danach werden für jedes Revier passende Maßnahmen abgeleitet. Erfasst werden besondere Tier- und Pflanzenarten, seltene Lebensräume, Waldgesellschaften und auch Naturdenkmäler. Bei rund 30 Bundesforste-Revieren ist das bereits geschehen. Insgesamt geht es um 850.000 Hektar Wälder (alleine gut 500.000 Hektar), Wiesen, Waldränder, Moore und Gewässer; heuer sollen 300.000 Hektar analysiert werden.

Die 850.000 Hektar entsprechen gut einem Zehntel der gesamten österreichischen Staatsfläche. Zu den bekanntesten Gewässern im Besitz der Bundesforste gehören der Millstätter See, Wörthersee, Wolfgangsee, Hallstätter See, Attersee und Grundlsee.

"Unsere Vielfalt in der Natur ist unsere Lebensversicherung. Sie ist Grundlage für unsere Lebensmittel, unsere Baustoffe, unsere Medizin und wertvoller Erholungsraum für uns Menschen", sagte Gewessler bei einem Lokalaugenschein im Bundesforste-Revier Breitenfurt im Wiener Wald (Niederösterreich). Sie verwies auch auf den Waldfonds der Bundesregierung und auf die Biodiversitätsstrategie 2030. "Unser Ziel ist es, die Wälder nachhaltig ökonomisch zu nutzen, aber ökologisch zu bewirtschaften", sagte Bundesforste-Vorstand Freidhager. Mehr Infos gibt es unter https://www.wald-der-zukunft.at/.