LASK fordert Salzburg in einem "richtigen Spitzenspiel". Es ist der große Showdown der Fußball-Bundesliga. Der LASK empfängt am Sonntag (17.00 Uhr) Tabellenführer Red Bull Salzburg in der TGW-Arena in Pasching.

Von APA Red. Erstellt am 05. April 2019 (17:06)
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Glasner will Titelkurs halten

Mit einem Sieg würden die Linzer bis auf einen Punkt an den Serienmeister aus Salzburg heranrücken und das Titelrennen damit erstmals seit Jahren wieder spannend machen. Austria empfängt Sturm, St. Pölten den WAC.

Zu große Träume will man in Linz nicht träumen. "Wir stellen uns vor, Salzburg vor Probleme zu stellen, doch es wird eine schwierige Aufgabe", sagte LASK-Trainer Oliver Glasner. "Wir lassen uns nicht einlullen. Wir wissen, wer und was auf uns zukommt." Die Salzburger haben in dieser Saison erst ein Ligaspiel verloren. Durch die Punktehalbierung ist ihr Vorsprung aber auf vier Zähler geschrumpft.

Sechs Ligaspiele in Serie hat der LASK zuletzt gewonnen. Glasner muss aber ausgerechnet im Spitzenspiel seine gesamte rechte Seite vorgeben. Verteidiger Christian Ramsebner und Mittelfeldmann Reinhold Ranftl fehlen gesperrt. An seinem System und an seiner Spielweise will Glasner dennoch festhalten.

Salzburg-Coach Marco Rose schwor sein Team auf einen harten Kampf ein. "Wichtig ist, dass wir auch Schmerzen ertragen. Pressing gegen Pressing tut weh", erklärte der Deutsche. "Das wird sicher auch ein Abnützungskampf, für den müssen wir bereit sein." Beide Teams hätten in dieser Saison bisher auf einem hohen Niveau performt. Rose. An eine Vorentscheidung im Titelkampf glaubt der Salzburg-Trainer aber nicht - selbst wenn sein Team wieder auf sieben Zähler davonziehen würde.

Die Wiener Austria lädt Sturm Graz am Sonntag (14.30 Uhr) erneut zum Duell zweier gebeutelter Großclubs. Drei Wochen nach dem 1:0-Heimsieg der Grazer geht es für die in der Meistergruppe gleichauf liegenden Mannschaften auch um Wiedergutmachung nach zuletzt empfindlichen Niederlagen.

Für Austria-Trainer Robert Ibertsberger stecken die Grazer "fast in der gleichen Situation wie wir." Und auch Sturm-Trainer Roman Mählich erkannte die Parallele des holprigen Saisonverlaufs: "Auch bei ihnen läuft es diese Saison nicht ganz rund." Unter Ibertsberger hat die Austria beide bisherigen Partien verloren, Sturm unterlag dafür St. Pölten daheim. Die Austria will am Ende von Ibertsbergers erstem Heimspiel als Cheftrainer ungeachtet der Vergangenheit "ein Zeichen gesetzt" haben. "Richtig anzuschreiben ist das Wichtigste für uns. Nicht nur mit einem Punkt, sondern auch wirklich mit einem Dreier anschreiben."

Zur gleichen Zeit treffen die beiden nominellen Außenseite der Meisterrunde aufeinander. Der SKN St. Pölten empfängt den WAC. Es ist so etwas wie der Kampf um Europa. Die Niederösterreicher gehen als Tabellendritter mit drei Punkten Vorsprung auf die Verfolger ins Rennen. Wolfsberg könnte aufschließen - dafür wäre aber der erste Sieg nach langer Durststrecke nötig. Der bisher letzte Erfolg des WAC datiert von 11. November. Trainer Christian Ilzer erwartet ein "Spiel auf Augenhöhe". Auch St. Pölten-Coach Ranko Popovic sieht Chancen: "Der WAC, Sturm und Austria sind die Mannschaften, gegen die wir mitspielen können."