Das war die Landtagswahl 2020. Die SPÖ gewann die Landtagswahl 2020 deutlich: 49,9% der Stimmen sind die absoluten Mehrheit an Mandaten im Landtag. Die ÖVP gewinnt leicht, die FPÖ verliert deutlich. Die BVZ hat die Parteien den ganzen Tag begleitet. Die Chronik des Wahltages lesen Sie hier.

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 26. Januar 2020 (22:03)
Die Spitzenkandidaten gaben ihre Stimme ab
APA/ROBERT JAEGER

22.00 Uhr: SPÖ zog frühere Blau-Wähler an

Laut Sora-Wählerstromanalyse wechselten 10.000 Wähler aus dem Lager der FPÖ und 6.000 Nichtwähler zur SPÖ:

Wählerstromanalyse
Sora

 

21.00 Uhr: Die besten Bilder des Wahlabends

18.30 Uhr: Analyse: Die 4 Hauptfaktoren des SPÖ-Sieges

Die erste Analyse von unserem Chefredakteur Markus Stefanitsch: "Doskotastisch!"

17.30 Uhr: Endstand: Absolute hält

Alle 171 Gemeinden sind ausgezählt, die SPÖ hält die absolute Mehrheit von 19 Mandaten: Unser Bericht

16.45 Uhr: Immer mehr Gemeinde-Ergebnisse trudeln ein

Alle Gemeinde-Ergebnisse im Überblick: link

16.15 Uhr: SPÖ auf Kurs zur absoluten Mehrheit

Die ersten Hochrechnungen sind da! Unser Bericht mit den ersten Reaktionen: link

 

15.15 Uhr: Prominenter roter Wahlhelfer

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig ist bereits im Landhaus in Eisenstadt eingetroffen. 

SP-Landesgeschäftsführer Roland Fürst mit dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig.
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Indes wartet LH-Stellvertreter Johann Tschürtz auf erste Stimmungsberichte im blauen Klub.

Die Landtagswahl 2020 in Bildern
BVZ

15.00 Uhr: Die Landtagsklubs füllen sich

Die Landtagsklubs der Parteien füllen sich,

Tobias Lang, Landesrätin Astrid Eisenkopf und Isabell Strobl im SPÖ-Klub.
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auch die Medien (über 200 Journalisten sind akkreditiert!) bereits sich vor.

Erhöhtes Medieninteresse.
BVZ

 

14.45 Uhr: In den Parteibüros brennt noch kein Licht

Die Hauptquartiere der Parteien in Eisenstadt sind noch leer, die Landtagsklubs beginnen sich langsam zu füllen. Die NEOS, (noch?) ohne Klub, sammeln sich in der pinken Zentrale am Eisenstädter Domplatz.

Die Wahlkampfzentrale der NEOS füllt sich gerade.
Wolfgang Millendorfer

13.15 Uhr: Grüne Petrik radelte zur Stimmabgabe

Die Grüne-Spitzenkandidatin Regina Petrik kam, wie es sich für eine Grüne-Politikerin gehört, mit dem Rad zur Stimmabgabe. Davor besuchte sie die Messe, sagte Petrik, die ohne Begleitung gekommen war. Ihre Stimmung beschrieb sie als "verhalten zuversichtlich". "Das Ziel, ein drittes Mandat zu erreichen, ist für uns greifbar", so Petrik.

Grüne-Spitzenkanditatin, Regina Petrik anlässlich ihrer Stimmabgabe im Rahmen der burgenländischen Landtagswahl, am Sonntag, 26. Jänner in Eisenstadt.
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Die Grünen stehen aktuell bei mäßigen 6,43 Prozent und hoffen auf Zugewinne. Sie sei natürlich angespannt, sagte Petrik, die sich im Anschluss mit Parteifreunden auf einen Kaffee treffen wollte. Danach werde sie ins Landhaus fahren. Am meisten freue sie sich am heutigen Tag auf die vielen ehrenamtlichen Wahlhelfer, die so unermüdlich im Wahlkampf gelaufen seien, so die Grüne-Spitzenkandidatin auf eine entsprechende Frage.

12.43 Uhr: Tschürtz bei Stimmabgabe "gelassen und positiv"

Gut gelaunt hat Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) am Sonntag zu Mittag in Begleitung seiner Familie seine Stimme für die Landtagswahl abgegeben. Tschürtz präsentierte sich dabei "gelassen und positiv". Er glaube nach wie vor, dass die FPÖ das Ergebnis von 2015 "vielleicht halten" können werde, sagte der FPÖ-Chef vor dem Wahllokal im Gemeindeamt von Loipersbach.

FPÖ-Spitzenkandidat Johannes Tschürtz vor der Stimmabgabe im Rahmen der Landtagswahlen im Burgenland am Sonntag, 26. Jänner 2020, in Loipersbach.
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"Dass uns Ibiza geschadet hat, liegt auf der Hand", betonte Tschürtz. Der Wähler könne aber durchaus zwischen der Bundes- und der Landespolitik unterscheiden - und auf Landesebene habe es keine Skandale gegeben, sagte er. Deshalb hoffe er erneut auf rund 15 Prozent.

Einen Rücktritt, sollte die FPÖ doch ein großes Minus einfahren, schloss Tschürtz aus. "Ein Zurücktreten wird es nicht geben", meinte er. Für die Turbulenzen auf Bundesebene könne er nichts. Eine Schmerzgrenze gebe es dennoch: "Unter zehn Prozent werden wir es uns noch einmal überlegen müssen in Bezug auf eine Regierungsbeteiligung", sagte der Landeshauptmannstellvertreter.

Für Tschürtz stand nach der Stimmabgabe ein Mittagessen auf dem Programm. Am Nachmittag wird er dann im FPÖ Klub im Eisenstädter Landhaus eintreffen.

11.45 Uhr: Burgenlands Landeshauptmann wählte gut gelaunt in Oberwart

Ein gut gelaunter Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat sich am Sonntag nach der Stimmabgabe in Oberwart den wartenden Journalisten präsentiert. Doskozil wählte mit seiner Lebensgefährtin Julia im Wahlsprengel 4 der südburgenländischen Bezirkshauptstadt. Beim Wahllokal traf er auch auf die Dritte Landtagspräsidentin Ilse Benkö (FPÖ) und den Oberwarter Stadtchef Georg Rosner (ÖVP).

SPÖ-Spitzenkandidat und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Lebensgefährtin Julia Jurtschak am Sonntag, 26. Jänner 2020, anlässlich Doskozils Stimmabgabe im Rahmen der burgenländischen Landtagswahl in Oberwart.
APA/ROBERT JAEGER

Auf Doskozil warteten bereits zahlreiche Journalisten, Fotografen und Kameraleute. Schon beim Aussteigen aus dem Dienstauto auf dem Parkplatz gegenüber dem Wahllokal klickten die Auslöser der Kameras. Die Kälte und der tief hängende Nebel schienen die Laune des Landeschefs nicht zu trüben. Er sei "mit einer sehr guten Stimmung" zum Wählen gekommen, versicherte Doskozil. Eine persönliche Anspannung sei natürlich vorhanden, "aber das ist eine positive persönliche Anspannung."

Er habe am Samstag das Güssinger Faschingskabarett besucht, das sei unterhaltsam gewesen, er habe danach sehr gut geschlafen, beantwortete der Landeshauptmann Journalistenfragen. Er hoffe, dass es spannend werde und dass die SPÖ nach diesem Wahltag ein gutes Ergebnis haben werde, sagte Doskozil. Er habe immer gesagt: "Die Wahl ist gewonnen, wenn wir ein Plus vor dem Ergebnis haben und das gilt auch am heutigen Tag."

SPÖ-Spitzenkandidat und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (m.) und Lebensgefährtin Julia Jurtschak (l.) am Sonntag, 26. Jänner 2020, anlässlich Doskozils Stimmabgabe im Rahmen der burgenländischen Landtagswahl in Oberwart.
APA/ROBERT JAEGER

"Wir werden uns überraschen lassen und ich freue mich wirklich auf diesen Tag, wie er verläuft", meinte der Landeschef. "Für mich ist es das erste Mal, das in dieser Art und Weise erleben zu dürfen und ich bin guter Hoffnung und guter Stimmung", stellte er fest. Angesprochen auf die Bundes-SPÖ meinte Doskozil, dies sei heute nicht Thema: "Heute beurteilen wir das burgenländische Ergebnis, das steht für mich heute im Vordergrund."

Beim Wahllokal traf er auch auf die Dritte Landtagspräsidentin Ilse Benkö (FPÖ) und den Oberwarter Stadtchef Georg Rosner (ÖVP).

11.07 Uhr: ÖVP-Spitzenkandidat erwartet sich mehr Zuspruch

ÖVP-Spitzenkandidat Thomas Steiner hat Sonntagvormittag nach der Messe in Begleitung seiner Frau seine Stimme in einer Volksschule in Eisenstadt abgegeben. "Gespannt und zuversichtlich" betrat Steiner das Wahllokal. Er hoffe auf mehr Zuspruch, um die ÖVP in Regierungsverantwortung zu führen, sagte der Eisenstädter Bürgermeister den wartenden Medien.

"Der Wahlkampf war eine Herausforderung und sehr intensiv. Ich wünsche mir das, war wir uns vorgenommen haben, nämlich stärker werden und mehr Verantwortung im Land übernehmen", so Steiner. Bei der letzten Landtags-Wahl 2015 hatte die ÖVP 29 Prozent erzielt.

ÖVP-Spitzenkanditat, Thomas Steiner anlässlich seiner Stimmabgabe im Rahmen der burgenländischen Landtagswahl, am Sonntag, 26. Jänner in Eisenstadt.
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Nach der Stimmabgabe werde er ins Kaffeehaus einen Kaffee trinken und dann "langsam in Richtung Büro gehen und auf die ersten Ergebnisse abwarten".

Vom Land der Sonne war am Wahlsonntag weit und breit nichts zu sehen. Das Wetter in der Burgenländischen Landeshauptstadt war frostig, feucht und trüb.

ÖVP-Spitzenkanditat, Thomas Steiner anlässlich seiner Stimmabgabe im Rahmen der burgenländischen Landtagswahl, am Sonntag, 26. Jänner in Eisenstadt.
APA/HERBERT P. OCZERET

10.44 Uhr: Kölly gibt sich bei Stimmabgabe optimistisch

Manfred Kölly, Spitzenkandidat des Bündnis Liste Burgenland (LBL), hat am Sonntagvormittag in seiner Heimatgemeinde Deutschkreutz seine Stimme für die Landtagswahl abgegeben. Kölly gab sich dabei optimistisch, dass die LBL zum dritten Mal den Einzug in den Landtag schaffen werde. Er habe "keine Zweifel daran", sagte er vor dem Wahllokal in der Europaschule.

"Man hat immer vorher gesagt, wir schaffen es nicht, und wir haben es jedes Mal geschafft", betonte der Deutschkreutzer Bürgermeister. Er rechne damit, dass das auch dieses Mal wieder der Fall sein werde. Die Stimmung am Wahlsonntag sei generell "sehr, sehr gut", sagte Kölly. In Deutschkreutz, wo er Wahlleiter ist, zeichne sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Es sei erfreulich, dass die Leute von ihrem demokratischen Recht Gebrauch machen.

LBL-Spitzenkandidat Manfred Kölly am Sonntag, 26. Jänner 2020, anlässlich seiner Stimmabgabe im Rahmen der Landtagswahl in Deutschkreutz.
APA/THERESA PUCHEGGER

Außerdem sei wichtig, dass die LBL in den Landtag einziehe, weil sie für Kontrolle stehe, meinte Kölly. Er wird den restlichen Wahlsonntag nun als Wahlleiter in seiner Heimatgemeinde verbringen und anschließend abends nach Eisenstadt kommen.