Elfenbeinhandel wird nicht aufgeweicht. Der seit fast 30 Jahren strikt verbotene Handel mit Elfenbein wird vorerst nicht aufgeweicht. Gegen den Protest mehrerer Länder im südlichen Afrika lehnten Vertreter der 183 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) entsprechende Anträge am Donnerstag in Genf ab. Die Beschlüsse müssen am Ende der Konferenz kommende Woche vom Plenum noch abgesegnet werden.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 22. August 2019 (17:03)
APA/dpa
Viele Regierungen waren strikt gegen eine Aufweichung des Handels

Sambia, Botswana, Namibia und Simbabwe argumentieren, sie hätten ihre Tiere so gut geschützt, dass die Bestände wachsen. Probleme gebe es nur weiter nördlich. Die Länder wollten die Stoßzähne deshalb jetzt international zu Geld machen können. Sambia zog seine Forderung nach Zulassung von Elfenbeinhandel schon vor einer Abstimmung zurück. Die anderen Länder setzten sich auch nicht mit dem Versprechen durch, nach einem einmaligen Verkauf von Lagerbeständen ein Moratorium einzuhalten.

Tierschützer sagen, wenn Elfenbein wieder legal zu haben ist, wachse die Nachfrage, und das beflügle die Wilderei. Jeden Tag werden nach Schätzungen mehr als 50 Elefanten von Wilderern erlegt, die das Elfenbein der Stoßzähne überwiegend nach Asien schmuggeln.

Viele Regierungen waren strikt gegen eine Aufweichung des Handels. "Für den Kampf gegen die Wilderei ist es wichtig, dass es auch weiterhin keinen internationalen legalen Markt gibt, über den gewildertes Elfenbein 'rein gewaschen' werden kann", erklärte die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze.