Prozessfinanzierer fühlt sich von FMA angegriffen. Nachdem die LVA24 Prozessfinanzierung GmbH im Skandal rund um die Mattersburger Commerzialbank mehrere Klagen gegen die Abschlussprüfer, die Aufsichtsräte und auch gegen die Republik Österreich als Rechtsträger der FMA finanziert, fühlt sich diese zu unrecht angegriffen.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 06. September 2020 (11:20)
Commerzialbank Mattersburg
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Eine Investorenwarnung der FMA über ihre Schwestergesellschaft Green Finance GmbH wird als ungerechtfertigt angesehen, man will sich rechtlich wehren.

"Die Green Finance GmbH lässt nun eine Amtshaftungsklage vorbereiten und geht von einem gezielten Angriff der FMA aufgrund des Engagements im Green Finance Konzern für die Geschädigten im Skandal rund um die Commerzialbank Mattersburg aus", so Christain Schauer, Geschäftsführer des Prozessfinanzierers.

Eine solche Investorenwarnung dürfe nach dem Gesetzeswortlaut nur dann erfolgen, wenn eine Person zur Vornahme bestimmter Wertpapierdienstleistungsgeschäfte (§ 3 Abs. 2 Z 1 bis 4) nicht berechtigt sei, argumentiert er. "Die Green Finance GmbH hat noch nie irgendeine Wertpapierdienstleistung erbracht. Die Veröffentlichung der FMA konnte daher denkunmöglich 'erforderlich' sein", glaubt Schauer.