Aufruf der Retter zu Verzicht auf Bergsportaktivitäten. Alpinpolizei und der Österreichische Bergrettungsdienst rechnen in den kommenden Tagen wieder vermehrt mit Aktivitäten im unwegsamen und alpinen Gelände. Damit verbunden erging ein Aufruf zum Verzicht, weil Unfälle dort meist schwere Verletzungen und längere Krankenhausaufenthalte zur Folge hätten. Spitalsbetten und Ressourcen müssten gerade jetzt geschont werden.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 08. April 2020 (16:29)
Viele zieht es trotz Ausgangsbeschränkung in die Berge
APA (dpa)

"Zusätzlich sind bodengebundene Bergrettungseinsätze auch sehr mannschaftsintensiv", erinnerte die Landesorganisation Niederösterreich/Wien des Bergrettungsdienstes. Entsprechend ergebe sich hier ein erhöhtes Infektionsrisiko sowohl für die Verunfallten als auch die Rettungsmannschaften.

Ein Bergrettungseinsatz in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr mit Covid-19 bedeutet für die Helfer in den meisten Fällen, "den Corona-Richtlinien nicht Folge leisten zu können", betonte Matthias Cernusca, Landesleiter der Bergrettung Niederösterreich/Wien. "Die bestehenden Verkehrs- und Ausgangsbeschränkungen bleiben erhalten", erinnerte Stefan Hochstaffl, Präsident des Bergrettungsdienstes.

Einen Appell gab es am Mittwoch auch seitens des NÖ Jagdverbandes. In den vergangenen Tagen seien in Niederösterreich vermehrt Wildrisse durch Hunde und entwendete Vogelnester sowie Gelege gemeldet worden. Es gehe darum, "die Lebensräume der Wildtiere zu respektieren", richtete sich Landesjägermeister Josef Pröll an Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Mountainbiker. Hunde sollten angeleint werden.