Heime & Gesundheitseinrichtungen: Tests oder FFP2-Maske. Mitarbeiter in Alten-, Pflege- und Behindertenheime sowie Kranken- und Kuranstalten müssen ab kommender Woche wöchentlich auf das Coronavirus getestet werden. Teilweise ist das jetzt bereits der Fall.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 02. Dezember 2020 (15:14)
Die Bundesregierung legt neue Maßnahmen fest
APA (dpa)

Wenn keine Tests verfügbar sind, muss eine FFP2-Maske getragen werden, sehen die neuen Maßnahmen der Bundesregierung vor. Besucher in Heimen müssen ein negatives Testergebnis vorweisen, pro Bewohner ist nur ein Besucher pro Woche erlaubt.

Davon ausgenommen sind beispielsweise Palliativ- oder Hospizbegleitung und minderjährige Bewohner oder Patienten. Sie dürfen auch von zwei Personen, etwa den Eltern, besucht werden. In Krankeneinrichtungen ist ein Besucher pro Patient pro Woche erlaubt - sofern der Aufenthalt länger als eine Woche dauert.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte bei der Pressekonferenz der Regierung eine zweite Runde der allgemeinen Massentests der Bevölkerung an. Diese soll "nach den Feiertagen" erfolgen, sagte der Minister. Dann könne man auch die Situation, wie viele Ansteckungen es rund um die Feiertage gegeben hat, bewerten.

Anschober gab am Mittwoch zudem die aktuelle Prognose der Spitalskapazitäten bekannt. Demnach soll die Zahl der belegten Intensivbetten bis Mitte Dezember auf 444 sinken, am Mittwoch benötigten noch 674 Menschen intensivmedizinische Versorgung. Die Zahl der Neuinfektionen - heute waren es knapp 4.000 - soll bis nächsten Mittwoch auf rund 2.000 täglich sinken, sagte Anschober.

Er warnte zugleich davor, dass im Dezember auch die Grippewelle bevorsteht und dadurch "die Kapazitäten zusätzlich belastet werden". Er appellierte erneut an die Bevölkerung, die Maßnahmen mitzutragen. "Wir haben nur mehr wenige Monate bis die Impfungen wirksam werden", sagte Anschober. "Wir müssen durchhalten, dürfen nichts riskieren", forderte der Gesundheitsminister.