664 Neuinfektionen in Österreich innerhalb 24 Stunden. Der Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Österreich ist weiterhin besorgniserregend. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 664 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. In den vergangenen Tagen waren die Zahlen ebenfalls hoch mit 502 bzw. 520. Wien fordert angesichts der stark steigenden Fälle die Wiedereinführung von strengeren Maßnahmen.

Von APA, Redaktion. Update am 10. September 2020 (13:32)
Aktuell 4.456 Menschen in Österreich mit SARS-CoV-2 infiziert
APA (Symbolbild)

Laut den Zahlen aus dem Innenministerium (Stand 9.30 Uhr) sind aktuell 4.456 Menschen in Österreich mit SARS-CoV-2 infiziert. 748 Personen sind bisher mit oder an den Folgen des Coronavirus verstorben und 26.043 sind wieder genesen. Auch die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden müssen, ist von 197 auf 205 angestiegen. Davon müssen 39 Menschen auf der Intensivstation behandelt werden. Das sind um drei mehr als am Vortag. Bisher gab es in Österreich 31.247 positive Testergebnisse.

Die meisten Neuinfektionen gab es erneut in Wien mit 387 Fällen, gefolgt von Niederösterreich mit 94, Tirol mit 64 und Oberösterreich mit 50 Fällen. In der Steiermark fielen 31, im Burgenland 13, in Vorarlberg elf, in Salzburg neun und in Kärnten fünf Corona-Tests positiv aus.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) will die aktuellsten Corona-Zahlen nicht kommentieren, sondern verweist auf die Sitzung der Ampel-Kommission am Donnerstag. Am Freitag wird dann veröffentlicht, wie Wien und die restlichen Gebiete bewertet werden. Am frühen Vormittag hatte Anschober aber bekräftigt, dass er derzeit nicht mit "orange" rechne.

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) kündigte an, mit dem Bund über die Wiedereinführung von strengeren Maßnahmen zu sprechen. Nötig seien entweder neue bundesweite Regelungen oder die Möglichkeit, regional Maßnahmen zu verhängen, erklärte er. Welche Verschärfungen er als sinnvoll erachtet, werde er am Freitag nach dem Gespräch berichten. Der Stadtrat deutete jedoch an, dass es zusätzliche Verpflichtungen zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sowie neue Bestimmungen bei der Höchstzahl von Menschen in Innenräumen oder auch bei Veranstaltungen im Freien geben könnte.