Ab sofort kostenlose Selbsttests in den Apotheken. In den Apotheken können seit Montag fünf kostenlose Corona-Selbsttests pro Person und Monat erworben werden.

Von APA / NÖN.at. Update am 01. März 2021 (15:13)
Schrittweise Versorgung der Bevölkerung
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Die Nachfrage war am ersten Tag "hoch", hieß es bei der Apothekerkammer, auch wenn keine genauen Zahlen vorlagen. "Das zeigt, dass die Aktion richtig ist", betonte Pressesprecher Johann Baumgartner. Die sogenannten Wohnzimmertests sind für alle versicherten Personen ab 15 Jahren gedacht, aber vorerst nur für Nutzer der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA kostenlos.

Diese Woche sollen rund drei Millionen Tests für 600.000 Personen zur Verfügung stehen. "Nächste Woche wird sich diese Tranche verdoppeln", erläuterte Baumgartner auf APA-Anfrage. Die Auslieferung war über das Wochenende angelaufen, bis Sonntag sei die überwiegende Mehrheit der 1.400 Apotheken versorgt worden.

"Es kann aber sein, dass vereinzelt die Selbsttests noch heute eintreffen", sagte Baumgartner. Zudem müssen die Pharmazeuten die Großlieferungen neben dem laufenden Betrieb in Fünferpacks abpacken und eine Kopie der Gebrauchsanweisung beilegen, berichtete der Sprecher.

Für Personen unter 15 Jahren gilt die Gratis-Aktion nicht, diese haben seit einiger Zeit die Möglichkeit im Rahmen des Schulbesuchs an regelmäßigen kostenlosen Selbsttests teilzunehmen. Bei den Gratis-Selbsttests aus der Apotheke handelt es sich um "Nasenbohrertests", die einen einfachen Abstrich aus dem vorderen Nasenbereich ermöglichen und nach wenigen Minuten ein Ergebnis liefern.

Mehr als 900 Apotheken führen auch an Ort und Stelle Antigen-Schnelltests durch, die im Gegensatz zu den Selbsttests für daheim mit negativem SARS-CoV-2-Befund als Eintrittstests für körpernahe Dienstleistungen gelten.

Die sogenannten Wohnzimmertests sind an die E-Card gekoppelt. Kunden können auch für Bekannte und Verwandte einmal im Monat fünf kostenlose Selbsttests mitnehmen. Dann muss aber die E-Card mitgebracht werden, diese wird in der Apotheke gesteckt und gelesen, betonte Baumgartner.

Wer vom "Opt-out" bei ELGA Gebrauch gemacht hat, ist von der Aktion vorerst ausgeschlossen, was u.a. Kritik von Ärztekammer, Patientenanwaltschaft und Opposition hervorrief. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hatte vergangenen Freitag diesen Umstand zum Start der Aktion mit "Zeitdruck" begründet und eine Lösung für die betroffenen Personen innerhalb von zwei Wochen anvisiert.

Es sei gut, dass die Aktion mit der Lieferung von weiteren Tranchen ausgebaut werde, betonte Baumgartner aufgrund der hohen Nachfrage. In der Apotheke Weinhaus in Wien-Währing blieb der große Ansturm bei einem Lokalaugenschein der APA zwar vorerst aus. Bis zum frühen Nachmittag wurden immerhin 150 Sets abgeholt.

In der selben Zeit wurden von den Pharmazeuten 80 Antigen-Schnelltests an Ort und Stelle durchgeführt, die auch als Nachweis, etwa für den Friseurbesuch, verwendete werden können. Bereits am Freitag hatte die Apotheke 2.000 Tests geliefert bekommen, die dann in 400 Säckchen zu je fünf Stück verpackt wurden. Am Montag wollte unter anderen auch ein Kunde, der sich von ELGA abgemeldet hatte, die Tests abholen. Da dies aber an ELGA gekoppelt ist, zahlte er dafür - ohne sich zu echauffieren.