Anschober zieht positive Bilanz nach ersten Impfungen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat nach den ersten Impfungen gegen das Coronavirus eine erste positive Bilanz gezogen. "Das war und ist ein großer Tag im Kampf gegen die Pandemie gewesen", sagte er nach dem seiner Ansicht nach erfolgreichen "symbolischen Start". Nach den ersten beiden Monaten 2021 werde man die Schutzimpfung gratis für alle Interessierten ausrollen, wobei jedem Wahlfreiheit zustehen werde. Kritik am der Impfstrategie kommt von NEOS und der FPÖ.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 28. Dezember 2020 (11:15)
Der Sonntag war ein großer Tag im Kampf gegen die Pandemie
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Anschober rief allerdings auch zur Geduld auf. Man werde "sehr behutsam, sehr sorgfältig" in die schrittweise Umsetzung gehen. Wobei dies weiterhin von zwei Grundfaktoren abhängig sei: Einerseits von der Marktzulassung der Impfstoffe, andererseits von der Frage, wann die Teillieferungen einlangen werden. Eine erste erwartet sich der Minister in dieser Woche. Anschober sieht dabei auch eine große Herausforderung für die Logistik, wie er sagte.

Ein weiterer paralleler Schwerpunkt für die Regierung werde die Informationsarbeit sein, sagte Anschober. Dazu zähle als erster Schritt die bereits erfolgte Einrichtung der Info-Hotline. In Summe habe es bis jetzt an die 20.000 Anrufe gegeben, wobei die Grundstimmung laut dem Minister aufgeschlossen und interessiert war. Auch ein Wissenschaftergremium werde für diese Fragen eingerichtet, dass "in diesen Tagen erarbeitet und in Kürze präsentiert" werde.

Kritik an der Impfstrategie der Regierung kommt von der Opposition. Die NEOS freuen sich zwar über den Impfstart in Österreich und fordern eine "nationale Allianz", um das Vertrauen in die Immunisierung zu erhöhen. Nötig sei dafür ein detaillierter und nachvollziehbarer Impfplan sowie ein "ehrliches und transparent erstelltes" Informationsangebot. Die FPÖ forderte unterdessen ein "unabhängiges" Nationales Impfgremium ein.