e-Impfpass soll Impfquote in Echtzeit erfassen können. Laut dem Vorsitzenden der Konferenz der Sozialversicherungsträger, Peter Lehner, ist der e-Impfpass nicht nur "voll einsatzbereit", sondern kann mit ihm auch die Durchimpfungsrate tagesaktuell erfasst und abgerufen werden. Damit könne er zum "entscheidenden Faktor" für den Sieg über die Corona-Pandemie werden, meinte Lehner am Mittwoch in einer Aussendung.

Von APA / NÖN.at. Update am 06. Januar 2021 (13:20)
e-Impfpass für Lehner "voll einsatzbereit"
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Das Pilotprojekt wurde im Herbst gestartet, mittlerweile hätten "sämtliche niedergelassene Ärzte österreichweit" Zugang. "Der Pilot war erfolgreich und der e-Impfpass ist in allen Bundesländern verfügbar. Die Eintragungsmöglichkeit ist vom Dachverband sichergestellt", erklärte Lehner: "Wir müssen diese Technologie unbedingt im Kampf gegen Corona nutzen, um möglichst rasch diese Krise zu überwinden".

Geht es nach der Ärztekammer (ÖAK) müsse der Implementierung des e-Impfpasses "allerhöchste Priorität" eingeräumt werden, wie deren Präsident Thomas Szekeres am Mittwoch in einer Aussendung betonte. So wichtig andere Projekte wie beispielsweise das e-Rezept auch seien, "der e-Impfpass hat jetzt absoluten Vorrang", meinte auch dessen Vize und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, Johannes Steinhart.

Bis Ende März soll ein Großteil der Arztordinationen angeschlossen sein. Aktuell finden noch die letzten Praxistests statt. Dann startet die Ausrollung der Software im niedergelassenen Bereich. Für jene Ärzte, die das E-Card-System nicht verwenden, wie beispielsweise Wahlärzte, Arbeitsmediziner oder auch Schulärzte, soll es eine Tablet-Lösung geben. Für den Kostenaufwand der Anbindung der jeweiligen Ordinationssoftware erhielten niedergelassene Ärzte eine einmalige Förderung von der Bundesregierung.

Dadurch, dass die Anbindung der Ärzte erst im Laufe des ersten Quartals erfolgt und aktuell noch zu wenige Tablets vorhanden sind, werde der e-Impfpass allerdings erst ab April valide Daten liefern, hieß es. Gerade bei Covid-Impfungen müsse dann viel nacherfasst werden.