H&M soll wegen Datenschutzverstoß Bußgeld zahlen. Der Modekonzern H&M soll in Deutschland ein Bußgeld zahlen, weil Führungskräfte Notizen aus Gesprächen mit Mitarbeitern abgespeichert hatten, die dann versehentlich einem erweiterten internen Kreis zugänglich wurden. Das teilte zuständige Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Casper der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Samstag mit.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 25. Januar 2020 (16:49)
Die Modekette H&M will kooperieren
APA/ag.

Der Verdacht massiver Verstöße gegen Datenschutzrechte von Mitarbeitern habe sich erhärtet, erklärte Casper. Daher habe er ein Bußgeldverfahren gegen das Unternehmen eröffnet.

Es geht um das Kundenzentrum für Deutschland und Österreich in Nürnberg. "Es handelt sich dabei auch um Gesundheitsdaten der Betroffenen, von der Blasenschwäche bis zur Krebserkrankung, sowie um Daten von Personen aus deren sozialen Umfeld wie etwa familiäre Streitigkeiten, Todesfälle oder Urlaubserlebnisse", teilte Caspar der Zeitung weiter mit. Die Hamburger Datenschutzbehörde ist zuständig, weil die Deutschlandzentrale von H&M in Hamburg ihren Sitz hat.

Die "FAZ" hatte bereits im Oktober über den Datenschutzverstoß berichtet. H&M teilte der "FAZ" nun auf Anfrage mit, das Unternehmen nehme den Vorfall sehr ernst und bedaure ihn aufrichtig. Die persönlichen Daten der Kollegen zu schützen habe für H&M oberste Priorität. Das Unternehmen kooperiere voll mit der Datenschutzbehörde.