Untersuchungen nach Kölner Seilbahnnotfall beginnen. Nachdem am Sonntag 65 Menschen aus der Kölner Seilbahn gerettet werden mussten, sollen Montagfrüh die Untersuchungen zu dem Notfall beginnen. "Wir wissen noch überhaupt nicht, wie das passieren konnte", sagte eine Sprecherin der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB). Eine Gondel der Seilbahn hatte sich am Sonntagnachmittag bei bestem Ausflugswetter verkeilt.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 31. Juli 2017 (05:55)
Fahrgäste mussten aus großer Höhe abgeseilt werden
APA/dpa

Die Kölner Feuerwehr startete eine spektakuläre und in dem Ausmaß für sie noch nicht dagewesene Rettungsaktion. Da ein Großteil der Kabinen über dem Rhein fest hing, mussten zahlreiche Fahrgäste aus großer Höhe auf ein Feuerwehrschiff abgeseilt werden. Andere wurden über Drehleitern vom Ufer oder der Zoobrücke aus der beängstigenden Lage gerettet. Ein Mann wurde vor Ort wegen Kreislaufproblemen behandelt, wie die Feuerwehr mitteilte. Verletzte habe es nach Angaben der KVB nicht gegeben.

Eine Spezialfirma begann bereits am Sonntagabend, einen Kran aufzubauen, um die verkeilte Gondel zu bergen. Mithilfe eines Beleuchtungsfahrzeuges der Feuerwehr konnten die Spezialisten die ganze Nacht arbeiten und die Kabine bis 4.00 Uhr erfolgreich verladen.

Während der fünfstündigen Rettungsarbeiten am Sonntag musste nach Informationen der KVB außerdem die Schifffahrt auf dem Rhein unterbrochen werden. Die Zahl der betroffenen Schiffe war zunächst nicht bekannt.