Erstellt am 17. Januar 2017, 12:01

von APA Red

UPC schaltet Analogsignal nun auch in Wien ab. Kabelnetz dann ausschließlich digital - Umstellung läuft voraussichtlich bis Herbst 2017 - UPC bietet Adressabfrage an.

Symbolbild  |  Symbolbild

Der Kabelnetzbetreiber UPC beginnt demnächst auch in Wien, das analoge TV- und Radiosignal abzuschalten. Bis Herbst 2017 soll die Umstellung abgeschlossen sein, der Empfang ist dann nur noch per digitalem Signal möglich. Für viele Kunden bedeutet das zusätzliche Empfangsboxen oder neue Fernseher. Bei Geräten, die bereits digitales Kabelsignal (DVB-C) empfangen können, reicht ein Sendersuchlauf.

In den Bundesländern hat UPC bereits 2016 umgestellt, in Wien beginnt die erste von mehrere Phasen am 21. Februar 2017. Die Abschaltung erfolgt nicht nach Bezirken, da das UPC-Netz in Wien nicht bezirksweise aufgebaut ist, wie eine Pressesprecherin am Dienstag der APA erläuterte. UPC bietet im Internet unter https://www.upc.at/fernsehen/kundeninfo/digitale-zukunft/ eine Adressabfrage an. Die Kunden werden zudem persönlich mindestens vier Wochen vor ihrem genauen Abschalttermin informiert - mittels Kundenbriefen und E-Mails sowie per Laufschrift auf den analogen Sendern.

Wien und Wien Umgebung ist für UPC der größte Markt. Der Kabelanbieter hat hier 15 Jahre lang analog und digital parallel angeboten. Die durch die Einstellung des analogen Signals freiwerdenden Frequenzen will UPC zum Ausbau der Internetgeschwindigkeiten nützen.

Analoges Kabelfernsehen gilt seit längerem als Auslaufmodell, dennoch ging die Digitalisierung im Gegensatz zu Antenne und Satellit langsamer vonstatten. Fernsehen über Satellit und Antenne wird bereits seit 2013 nicht mehr analog, sondern ausschließlich digital ausgestrahlt.

Wie viele Österreicherinnen und Österreicher nach wie vor über analoges Kabel fernsehen, ist schwer zu sagen. Laut RTR waren es Ende 2011 noch 70 Prozent der Kabelhaushalte, 2014 noch rund ein Drittel. Gemäß Teletest empfingen Ende 2014 rund 12 Prozent aller österreichischen TV-Seher ihre Programme via analogem Kabel. Auf Basis von rund drei Millionen österreichischen Fernsehhaushalten wären es einige Hunderttausend.

Es ist anzunehmen, dass viele, vor allem langjährige Kabelkunden, nicht wissen, dass sie, etwa auf Zweitfernsehern, noch analog fernsehen. Für sie fielen bei UPC in ganz Wien schon 2014 acht Sender weg, darunter Arte und CNN. Nun werden sie - sofern sie weiter fernsehen wollen - zum Umstieg gezwungen.