Kein generelles Hundeverbot auf Oberösterreichs Almen. Nach dem Schadenersatz-Urteil wegen einer tödlichen Kuh-Attacke in Tirol hatte Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) erklärt, ein generelles Hundeverbot auf Almen zu prüfen. Das Ergebnis: Es wird nicht kommen, teilte er am Mittwoch in einer Pressekonferenz in Linz mit. Es sei weder rechtlich umsetzbar noch im Sinne eines guten Miteinanders, meinte auch Tourismuslandesrat Markus Achleitner (ÖVP).

Von Redaktion, APA. Erstellt am 12. Juni 2019 (16:00)
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Hundeverbot rechtlich nicht umsetzbar

Zwei Runde Tische u. a. mit Vertretern der Landwirtschaftskammer, des Vereins Almbauern, des Oberösterreich Tourismus, der Wirtschaftskammer und den beiden Landesräten gab es zum Thema "Sicher Wandern in Oberösterreich". Nachdem in Oberösterreich die Almen touristisch stark frequentiert seien, müssten Maßnahmen gesetzt werden, die zum einen den Landwirt rechtlich absichern und zum anderen den Menschen schützen, erklärte Hiegelsberger. Auch wenn sich die Teilnehmer einig waren, dass "falsche Verhaltensweisen von Hundehaltern eine zunehmende Belastung für die Landwirtschaft darstellen", sprach man sich doch gegen ein Hundeverbot aus. Man müsse nicht alles mit Verboten regeln, meinte Achleitner.

Als wachsendes Problem wurde vor allem die Verkotung und Vermüllung entlang der Wanderwege angesehen. Daher wurden die Ende April vom Umweltministerium vorgestellten zehn Verhaltensregeln in einer eigenen oberösterreichischen Broschüre zu dieser Thematik ergänzt.

Eine Versicherungslösung für Wanderwege inklusive Unfälle mit Weidevieh wurde schon nach dem ersten Runden Tisch geschaffen. In die bereits bestehende Wege-Erhalter-Haftpflichtversicherung wurden explizit auch "Schadensfälle durch Weidevieh" aufgenommen. Die Kosten für die Ausweitung trägt das Land. Diese Versicherungsregelung besteht bereits.