Erstellt am 09. Januar 2017, 12:57

von APA Red

Frau brach in Alte Donau ein. Eine 69 Jahre alte Frau ist am Sonntag in der Donaustadt in die Alte Donau eingebrochen. Sie konnte sich noch selbst befreien.

Die MA 45 warnte erneut vor Eislaufen auf Gewässern  |  APA

Die Frau erlitt eine leichte Unterkühlung, teilte die Polizei mit. Unterdessen warnte die Magistratsabteilung MA 45 - Wiener Gewässer vor Eislaufen auf Gewässern. In Wien sind keine Natureislaufflächen zum Eislaufen freigegeben.

Der Unfall passierte gegen 15.00 Uhr. Polizisten versorgten die 69-Jährige mit einer Rettungsdecke und brachten sie nach der Untersuchung durch die Berufsrettung zur Pflege zu ihrer Tochter.

Nirgendwo die Eisstärke überprüft. Eislaufen auf Gewässern kann lebensgefährlich sein, warnte Gerald Loew, Leiter der MA 45, in einer Aussendung am Montag. Denn die Gefahr lauere unter der Gewässeroberfläche. "Die Eisbildung auf Naturgewässern ist sehr schwer einzuschätzen, da sie nicht nur von der Lufttemperatur abhängig ist."

Stehende Gewässer wie die Alte Donau und die Neue Donau werden auch durch Grundwasserzuflüsse gespeist. Unabhängig von der Lufttemperatur, also auch bei extrem kaltem Wetter, ist dieses Grundwasser durchschnittlich rund sieben Grad Celsius warm. Es strömt an den verschiedensten Stellen ein. Durch die Erwärmung von unten ist die Eisdecke an diesen Stellen besonders dünn.

Als weitere Gefahren kommen Wasserspiegelschwankungen sowie offene Stellen im Eis unter Brücken sowie bei Pfeilern hinzu. Deshalb rät Loew vom Eislaufen auf den gefrorenen Gewässern Wiens unbedingt ab. "Auch wir als Experten können wegen der vielfältigen Einflüsse keine sicheren Angaben zur Eisstärke machen. Die Wahrscheinlichkeit einzubrechen ist jedenfalls hoch."

Ein Unfall kann lebensbedrohlich sein: Die Alte Donau misst bis zu vier Meter, die Neue Donau bis zu sieben Meter Tiefe. Die MA 45 empfiehlt für ein sicheres Vergnügen die Wiener Eislaufplätze.