Massen auf der Flucht und neue Todesopfer. Eine schwere Dürre im ostafrikanischen Somalia hat Tausende Menschen zur Flucht in die Städte gezwungen und weitere Todesopfer gefordert. Mindestens 32 Menschen starben allein am vergangen Wochenende in den Regionen Gedo und Lower Juba, wie ein örtlicher Beamter und ein Dorfvorsteher am Dienstag mitteilten.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 21. März 2017 (17:28)
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Die Dürre zwingt tausende Menschen zur Flucht in die Städte

In dem ostafrikanischen Krisenstaat sind mehr als sechs Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bei einer Hungersnot 2011 kamen nach UN-Angaben mehr als 250.000 Menschen ums Leben. In der Hauptstadt Mogadischu kamen zuletzt täglich Lastwagen mit hunderten Hilfsbedürftigen Menschen aus schwer betroffenen Dürregebieten an, wie Augenzeugen berichteten.

"Wir begrüßen unsere Brüder und Schwestern mit allem, das wir haben", sagte der Bürgermeister von Mogadischu, Yusuf Hussein Jimale. Neuankömmlinge sollen künftig in temporären Versorgungsstationen am Rande der Stadt untergebracht werden. "Sie brauchen Lebensmittel, sauberes Wasser und Medikamente. Wir können das Ausmaß ihres Leidens nicht in wenigen Worten beschreiben", sagte Jimale.